Hausmüll und Plastik einfach entsorgt / Weitreichendes Problem im Stadtgebiet

Selbst Friedhof wird zur Müllhalde

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Den Friedhof als Müllhalde genutzt: Anke Pitzner von der Lebenshilfe sowie René Teschner vom Ordnungsamt können über soviel Dreistigkeit nur den Kopf schütteln.

Gardelegen. Der Gardelegener Friedhof zwischen Bismarker Straße und Holzweg, der ja parkähnlich angelegt ist, ist nicht nur ein idyllisches Plätzchen.

„Auch mit dem Pflegezustand sind wir sehr zufrieden“, lobt Isolde Niebuhr vom städtischen Ordnungsamt die Arbeit der zuständigen Lebenshilfe Altmark West, die die Pflege 2012 von der Stadtwirtschaft übernommen hat.

Umso ärgerlicher ist es dann, wenn der Gottesacker an einer Stelle als illegale Müllhalde missbraucht wird. Anke Pitzner, Gruppenhelferin der Lebenshilfe auf dem Friedhof hat den Frevel entdeckt und führt gestern Isolde Niebuhr und ihren Kollegen René Teschner zu einer Fläche an der Ecke Bismarker und August-Bebel-Straße. Dort befinden sich keine Gräber, sondern aus der Zeit vor der Übernahme ein mittlerweile bewachsener kleiner Hügel, der wohl als Lagerplatz von Grünschnitt zur Kompostierung genutzt wurde. Die Lebenshilfe selbst nutzt ihn nicht, sondern bringt ihren Abfall gleich zur Deponie. Einige andere dagegen haben sich diesen Ort als Müllhalde ausgesucht. Und diese Umweltsünder haben nicht nur Grünschnitt und ausrangierte Weihnachtsbäume, sondern auch verschiedensten Hausmüll inklusive nicht verrottendes Plastik abgeladen. Eine ganz große Schweinerei, findet nicht nur Anke Pitzner. Für sie ist dieser Umweltfrevel unverständlich. Schließlich habe jeder Abfall- und Biotonnen sowie Gelbe Säcke zu Hause, die gefüllt regelmäßig abgeholt und von jedem ja auch mit der Müllgebühr bezahlt werden.

Um der illegalen Müllentsorgung ein Ende zu bereiten, bittet die Stadtverwaltung nun jeden, die Augen offen zu halten und Vorkommnisse dem Ordnungsamt unter der Telefonnummer (0 39 07) 71 61 40 zu melden.

Von Elke Weisbach

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