Miestes Sauna wird nicht geschlossen / Nur noch am Wochenende geöffnet

Schwitzen für 40 Euro

Mieste. Die von der Stadt Gardelegen betriebene Sauna in Mieste wird nun doch nicht geschlossen. Aber: Es hat sich bisher auch kein privater Betreiber für die Anlage auf dem Miester Freibad-Gelände gefunden.

Künftig wird es demnach auch weiterhin Saunagänge in Mieste geben. Aber nur noch an Wochenenden und für deutlich höhere Gebühren als bisher.

„Die Sauna wird grundsätzlich nur noch von Freitag bis Sonntag betrieben“, erklärt Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs auf Anfrage der Altmark-Zeitung. Werktags Saunagänge zuzulassen, sei wegen des hohen Aufwands derzeit nicht geplant. „Für einen Saunagang die ganze Anlage in Gang zu setzen, ist schlichtweg zu kostenaufwändig“, erklärt Fuchs.

Eine weitere Änderung betrifft die Bezahlung der Saunagänge. Bisher zahlte jeder Saunierende nach Angaben von Fuchs 7,50 Euro pro Stunde –egal wie viele Menschen gleichzeitig schwitzen. Dies werde künftig geändert. Nun wird pro Stunde pauschal abgerechnet. „So um die 40 Euro“ werde ein Saunagang in Mieste kosten. „Wir werden dann quasi eine Vereinbarung mit einer Person der Gegenseite abschließen.“ Diese 40 Euro werden pauschal kassiert, egal wie viele Personen die Saunastunde dann tatsächlich nutzen.

Sollten es mehrere Saunierer sein, dann sei es Angelegenheit desjenigen, der die 40 Euro bezahlt, gegebenenfalls bei seinen Mitschwitzenden abzukassieren.

Bisher war auch die Schließung der kommunal betriebenen Sauna im Gespräch. Davon rückte die Stadt aber nun ab. Denn in einem solchen Fall müsste die Stadt Gardelegen für die Miester Sauna – ein Überbleibsel aus der kommunalen Eigenständigkeit der damaligen Gemeinde Mieste – Fördergeld, das kurz vor der Gebietsreform vom Land geflossen war, zurückzahlen. Fuchs spricht von „67 000 Euro plus zu erwartender Zinsen“. Denn der Verwendungszweck der damals an die Gemeinde Mieste gezahlten Fördergelder wäre mit einer Schließung nicht mehr gegeben. Der Stadtrat, so Fuchs, habe der Verwaltung zuletzt den Auftrag gegeben, diese Fördergelder nach Möglichkeit nicht zurückzahlen zu müssen. Was mit einer Weiterbetreibung, wenn auch auf Sparflamme, auch nicht geschieht.

Kämmerer Maik Machalz erwähnte im Finanzausschuss, der am Mittwoch tagte, dass die regelmäßigen Saunanutzer von den neuen Plänen noch nichts wüssten. Und: Die Stadt, betont Fuchs, sei weiterhin gesprächsbereit für Interessenten, die die Sauna übernehmen wollen.

Von Stefan Schmidt

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der Printausgabe der Altmark-Zeitung.

Rubriklistenbild: © dpa

Kommentare