Integrationshelfer Carsten Roßberg sucht noch nach Spendern / Gardelegens Freimaurerloge spendet 150 Euro

Schulutensilien für Flüchtlingskinder benötigt

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Hans-Herbert Müller (rechts) übergab eine Geldspende an Carsten Roßberg. Dirk Kuke (links) spendete 50 Euro.

mz Gardelegen. Miestes Integrationshelfer Carsten Roßberg nahm gestern auf dem Gardelegener Rathausplatz eine 150 Euro-Geldspende vom Vorsitzenden der Gardelegener Johannes-Freimaurerloge „Drei Türme im Hopfenfeld“, Hans-Herbert Müller, entgegen.

„In unserer Loge sammeln wir Geld, das ausschließlich zur Unterstützung von sozialen Zwecken oder Projekten gedacht ist“, erklärt Hans-Herbert Müller.

Dieses Mal unterstützen die Freimaurer das Vorhaben von Carsten Roßberg, der momentan Geld sammelt, um Schulutensilien für sechs Flüchtlingskinder zu kaufen, die ab dem kommenden Schuljahr die erste Klasse der Miester Grundschule besuchen werden. „Die Eltern der Kinder bekommen 70 Euro vom Altmarkkreis Salzwedel, aber die Summe reiche bei Weitem nicht aus, um Schultaschen, Federmäppchen und sonstiges Material zu kaufen. Den restlichen Geldbetrag müssen die Eltern selber aufbringen“, schilderte Carsten Roßberg. Geld, das die Familien nicht haben. Und da Schulranzen laut Roßberg ziemlich teuer sind, fragte er im Gardelegener Lederwarengeschäft „Leder Gessing“ bei den Eheleuten Diesterbeck nach, ob diese ihm nicht sechs Schulranzen sponsern könnten. Die Geschäftsbesitzer zeigten sich hilfsbereit und stellten die Schultaschen zur Verfügung.

Die finale Geldsumme für sein Vorhaben hat Carsten Roßberg allerdings noch nicht beisammen. Er sucht weiter nach hilfsbereiten Spendern. Wer ihm bei seiner Aktion mit einer Spende unterstützen möchte, kann dies tun und sich bei ihm unter der Telefonnummer (0170) 2 88 92 16 melden. Integrationshelfer Dirk Kuke unterstützt die Sammelaktion von Roßberg und steuerte zur offiziellen Spendenübergabe weitere 50 Euro bei.

Auf die Frage, warum Carsten Roßberg nicht auch für einheimische Abc-Schützen eine Spendenaktion startet, deren Eltern sich, genauso wenig wie die Familienangehörigen von Flüchtlingskindern, eine angemessene Schulausstattung leisten können, antwortet dieser: „Wenn wir anderen Menschen helfen, spielt die nationale Herkunft keine Rolle. In diesem Fall haben wir es aber mit Menschen zu tun, die sich nicht artikulieren, also kein oder nicht ausreichend Deutsch sprechen können. Deshalb brauchen die Eltern und ihre Kinder unsere Hilfe. Einheimische Familien stehen vor keiner Sprachbarriere. Es gibt Anlaufstellen, an die sie sich jederzeit wenden können.“

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