Diskussion im städtischen Bauausschuss über erhöhte Sicherheit an der Haltestelle Kellerberge

Schulbus doch bis ins Wohngebiet?

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Die Bushaltestelle an der B 188 in Neukloster – zwischen Kloster Neuendorf und Gardelegen – soll entschärft werden. Doch dem städtischen Bauausschuss gehen die Pläne nicht weit genug.

Gardelegen / Kloster Neuendorf. Irgendwann beugte sich Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends nach vorne und fragte rundheraus: „Was haben Sie eigentlich gegen eine Parkbucht?“

Die Frage ging an Regina Lessing – aber auch an viele andere Mitglieder des städtischen Bauausschusses, die während ihrer Beratung am Dienstagabend über die Konsequenzen aus dem tragischen Unfalltod eines Erstklässlers vom September 2014 diskutierten. Damals wurde ein Junge frühmorgens unweit der Bushaltestelle Neukloster, wo die Kinder aus dem Wohngebiet Kellerberge in die Schulbusse einsteigen, von einem Auto erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Seitdem wird diskutiert, wie man diesen Bereich – der Bus hält beidseitig an der Bushaltestelle direkt auf der B 188 – sicherer machen kann.

Engelhard Behrends, von Stadtratsmitglied Ulrich Scheffler auf den aktuellen Stand angesprochen, erläuterte, dass man sich mit dem Baulastträger, dem Landesstraßenbaubetrieb, sowie der PVGS (Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel) als zuständige Behörde für den Schulbusverkehr geeinigt habe. Demnach solle es in Fahrtrichtung Gardelegen – dort steigen die Schüler morgens ein – eine Bus-Parktasche geben. Dadurch würde der Bus von der Fahrbahn gelotst, die Schüler könnten gefahrloser einsteigen. Auf der gegenüberliegenden Seite, also in Fahrtrichtung Kloster Neuendorf, solle nichts verändert werden. Dort steigen die Kinder nach Schulschluss aus und halten sich erfahrungsgemäß nicht lange an der Bushaltestelle auf, sondern gehen nach Hause, über den daneben befindlichen Überweg mit Bedarfsampel.

Das geht vielen Bauausschuss-Mitgliedern aber nicht weit genug. [...]

Von Stefan Schmidt

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