Neuer Standort am Polizei-Kreisel geplant / Gutachten soll Nachnnutzung des Altgebäudes klären

Gardelegen: Rewe-Markt will umziehen

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Der bisherige Rewe-Standort an der OdF-Straße sollte schon einmal aufgegeben werden. Doch damals waren die Gardelegener Stadträte dagegen.

Gardelegen. Rewe-Markt, der zweite Versuch. Der Lebensmittelmarkt an der OdF-Straße in Gardelegen will vom jetzigen Standort weg und plant einen Neubau in 70 Metern Entfernung und zwar direkt am Polizei-Kreisel, südlich der Gifhorner Straße.

Der neue Standort des Rewe-Marktes soll sich am Polizei-Kreisel befinden. Und zwar gegenüber des Netto-Marktes.

Dort, genau gegenüber des bereits bestehenden Netto-Marktes gibt es eine Freifläche, die nach Angaben von Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends als künftiger Standort des neuen Rewe-Marktes dienen soll. Der nächste städtische Bauauschuss will sich am Montag, 15. Februar, die neue Rewe-Fläche im Rahmen eines Ortstermins anschauen. Denn: Die Stadträte müssen der Verlagerung des Lebensmittelmarktes erst noch zustimmen – was sie bereits einmal nicht taten. Vor mehreren Jahren wollte Rewe in einen neuen Gewerbekomplex an die Pfahlweide unweit der Wiebecker Mühle ziehen. Doch das lehnte der damalige Stadtrat ab mit der Begründung, man wolle die Innenstadt-Händler nicht weiter schwächen, indem ein Markt näher ans Stadtzentrum rückt.

Dies wäre beim neuen Standort von Rewe nicht der Fall. Dafür hätte die Ecke Bismarker Straße / Gifhorner Straße andere Vorteile: Sehr günstige Verkehrsanbindung über den Polizei-Kreisel und die nur 500 Meter entfernte Umgehungsstraße. Und mehr Fläche für den Verkauf. Rewe plant eine Gesamt-Verkaufsfläche von 1800 Quadratmeter, was deutlich mehr als am jetzigen Standort ist. Hinzu kämen Parkplätze und eine Zufahrt über die Gifhorner Straße.

Die Stadt hätte bei einem Umzug aber ein Problem: Was wird aus dem bisherigen Gebäude, in dem sich Rewe befindet? Die Räume sind derzeit angemietet. „Wir wollen, das ein Gutachter die Nachnutzung erörtert und auslotet“, sagt dazu Engelhard Behrends gegenüber der Altmark-Zeitung. Der Standort ist zwar verkehrstechnisch kompliziert zu erreichen. Aber das Gebäude und die Parkplätze sind vorhanden. „Was wir nicht wollen, ist Leerstand“, betont der Bauamtsleiter. Denn darunter könnte auch der benachbarte Baumarkt leiden. Und: „Was wir auch nicht wollen, ist ein weiterer Lebensmittelmarkt.“ Denn mit Edeka (Stendaler Straße), dem jetzigen Rewe-Markt an der OdF-Straße und dem Netto-Markt am Polizei-Kreisel gibt innerhalb einer Luftlinien-Entfernung von anderthalb Kilometern bereits drei Lebensmittelmärkte im Nordosten der Kernstadt.

Von Stefan Schmidt

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