Gelungene zwölfte Auflage des Wettbewerbs des SV Wacker Lindstedt am Sonnabend

Rekord: 112 Teilnehmer am Kellerbuschcup

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Hier gehts lang: Turnierleiter Ronny Böhm zeigt den ankommenden Teilnehmern, wo sie ihre Bögen aufbauen können.

Lindstedt. „Die Jungs sind toll, so engagiert. Das Turnier hat sich in der Organisation und im Parcours wunderbar entwickelt.

Das Gemeinschaftsgefühl zwischen den teilnehmenden Bogenschützen und dem Gastgeberverein ist wirklich etwas Besonderes“, schwärmte Martina Neumann-Kühnemund vom Turniergeist kurz vor dem Start des zwölften Kellerbuschcups am Sonnabend in Lindstedt.

Die Schützin kann es einschätzen. Seit 16 Jahren reist sie fast jedes Wochenende gemeinsam mit ihrem Ehemann zu Bogensportturnieren im In- und Ausland. Nach Lindstedt kommen die beiden Bad Nenndorfer seit dem ersten Turnier vor sechs Jahren regelmäßig. Echte Fans, die bereits am Turniervortag mit ihrem Wohnmobil anreisen und über das Wochenende bleiben.

Der Kellerbuschcup des SV Wacker Lindstedt, der zweimal im Jahr stattfindet, ist im Bogensport langsam kein Geheimtipp mehr. 112 Teilnehmer hatten sich angemeldet, die höchste Anzahl seit Turnierbeginn. „Am Tagesturnier nehmen immer mehr Kinder und Jugendliche teil“, beschreibt Sven Schmidt, Vorsitzender des SV Wacker Lindstedt, die Entwicklung. Die jüngste Teilnehmerin lief mit gerade mal fünf Jahren mit Pfeil und Bogen durch den Wald. Natürlich in Begleitung ihrer Eltern.

Die Vorbereitungen für das gemütliche Zusammensein nach dem Turnier: das Kesselgulasch anrühren.

Einen Vormittag hatten die Helfer des Turniers benötigt, um die 34 Ziele zu einem fünf Kilometer großen Parcours aufzustellen. „Es ist beeindruckend, wie unsere Leute sich engagieren. Einige nehmen sich mittlerweile Urlaub für die Turniervorbereitung“, erzählt Ronny Böhm, Turnierinitiator und Leiter der Sektion Bogenschießen im SV Wacker Lindstedt. Die meisten 3-D-Ziele sind Tieren nachempfunden und in ihrer Position dem Wald- Sumpf- und Wiesengelände angepasst. Da trifft ein Bogenschütze beispielsweise auf einen im Wald stehenden Schwarzbär, auf eine im Baum kletternde Wildkatze oder eine schwimmende Schildkröte im Bach. Auch ein Hochschuss war eingeplant. Nur machte der in der Krone befestigte Milan irgendwann den Abflug und fiel vom Baum. Ein Halteseil war durchgeschubbelt.

„Bis auf die kleine Zielpanne mit dem Milan lief aber alles glatt auf dem diesjährigen Turnier“, informierte Ronny Böhm. Nach fast sechs Stunden Wettkampfzeit wurden an der Jagdhütte die Pokale überreicht. Der Gastgeber freute sich gleich dreifach. Denn bei der Wertung der Herren in der Klasse der Langbogen standen drei Vereinsmitglieder der Bogensportabteilung auf dem Treppchen: Michael Dyllong (1. Platz), Marian Meller (2. Platz) und Jörg Kalle (3. Platz).

Von Jana Friedrich

12. Kellerbuschcup des SV Wacker Lindstedt

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