Installation wird mit Neujahr Pflicht

Rauchmelder als Retter von Leben

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Rauchmelder gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen und kann von jedem selbst an der Decke angebracht werden

Gardelegen. Als es am 24. November in der Küche eines Hauses an der Wächterstraße in Gardelegen brannte, war es ein Rauchmelder, der die Bewohnerin mit seinem lauten Piepen warnte.

So konnte sich noch rechtzeitig die Leitstelle alarmieren, die ihrerseits die Einsatzkräfte der Gardelegener Feuerwehr zum Ort des Geschehens schickte. Da dies alles zeitnah geschah konnte das Feuer mit zehn Litern Wasser gelöscht werden, ohne das größere Schäden am Haus zu verzeichnen waren oder das Feuer gar auf die Nachbarhäuser übergreifen konnte.

Da der Rauchmelder beim Küchenbrand in einem Haus an der Wächterstraße frühzeitig Alarm schlug, wurde Schlimmeres verhindert.

Dieses noch ganz frische Beispiel nannte Stadtwehrleiter Sven Rasch, der während des jüngsten Pressegespräches das Thema Rauchmelder aufgriff. Denn, so erklärte er, es gibt in der Stadtverwaltung in letzter Zeit häufig Nachfragen bezüglich Rauchmelder, da bis zum 31. Dezember dieses Jahres alle bestehenden Wohnungen mit Rauchmeldern ausgestattet sein müssen. Das ist in der Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt in der Fassung und Bekanntmachung vom 10. September 2013 so festgeschrieben. Daran sollte sich auch jeder Wohnungseigentümer halten. Zum einen hat das Nichtvorhandensein versicherungstechnische Auswirkungen, zum anderen geht es um Menschenleben. „Es gibt leider in jedem Jahr immer wieder Brandtote, die erstickt sind“, machte Sven Rasch deutlich, und zwar oft im Schlaf. Aus Sicht der Feuerwehr sollten in jedem Raum einer Wohnung ein Rauchmelder, die es günstig in jeden Baumarkt gibt und die schon die geringsten Mengen Rauch registriert und Alarm schlägt, installiert sein. Dafür müsse man auch keine Firma anfordern, erklärte der Wehrleiter, der auch danach schon gefragt wurde. Jeder kann sie selbst an die Zimmerdecken montieren und in Gang schalten.

Von Elke Weisbach

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