Gardelegener Stadtrat wird nochmal gefragt

Radfahren in der Fußgängerzone: Erst im September offiziell

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Das Radfahren in der Gardelegener Fußgängerzone wird seit vielen Jahren praktiziert. Offiziell erlaubt wird es aber wohl erst ab September – ein Jahr nach dem Stadtratsbeschluss.

Gardelegen. Es wird dann am Ende ziemlich genau ein Jahr gedauert haben, bis der Beschluss der Gardelegener Stadträte auch tatsächlich zur Realität wird. Das schier unendliche Thema Radfahren in der Fußgängerzone ist nämlich immer noch nicht vom Tisch.

Zumindest offiziell nicht. Denn nachdem vor wenigen Tagen die Frist zur öffentlichen Auslegung der neuen Regelung abgelaufen ist, wird die Vorlage nochmals im Stadtrat behandelt. Das erklärte Bauamts-Mitarbeiterin Anett Sell auf Anfrage der AZ.

Während dieser Auslegungsphase – zuvor waren die Träger öffentlicher Belange, also vor allem Behörden, über die Radfahr-Erlaubnis auf der Ernst-Thälmann-Straße befragt worden – hatte es keine Beanstandungen und somit auch keine Änderungen gegeben, so Anett Sell. Soll heißen: Der vom Gardelegener Stadtrat am 14. September 2015 gefasste Beschluss, künftig in der 220 Meter langen Fußgängerzone zwischen Rathausplatz und Hospitalskreuzung neben den Fußgängern auch Radfahrer zuzulassen, bleibt unverändert. Diese vom Stadtrat mit damals 22 zu 8 Stimmen und somit mit deutlicher Mehrheit gefasste Zustimmung muss nun noch formal vom selben Gremium bestätigt werden – nach Bewältigung aller behördlicher Hürden. Für die am Montag, 6. Juni, beginnende Sitzungsschiene habe die Zeit nicht mehr gereicht, bedauert Sell. Soll heißen: Der offizielle Radfahrbeschluss für die Fußgängerzone kann erst im September und somit nach den Sommerferien gefasst werden. Ist dies getan, kann theoretisch am nächsten Tag das Schild, das Radlern das Passieren dieses Innenstadtbereichs erlaubt, aufgestellt werden.

Vorgesehen ist, dass Radfahrer in der Mitte der Fußgängerzone fahren dürfen, mit angepasster Geschwindigkeit. Verboten ist das Radfahren auf dem angedeuteten Gehweg direkt vor den Innenstadt-Geschäften. Dort ist es in der Vergangenheit mitunter zu Beinahe- oder auch tatsächlich passierten Zusammenstößen zwischen Radfahrern und Fußgängern gekommen.

Von Stefan Schmidt

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