Behörden werden derzeit um Stellungnahmen gebeten

Radfahren in der Fußgängerzone: Entscheidung erst im Frühjahr

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Auch der Gardelegener Gewerbeverein – hier der Vorsitzende Peter Jaenicke ist für die Öffnung der Fußgängerzone für Radfahrer. Eine entgültige Entscheidung gibt es aber wohl erst im Frühjahr.

Gardelegen. Es wird noch ein paar Monate dauern, bis das Fahrradfahren in der Gardelegener Fußgängerzone auch offiziell erlaubt sein wird. „Hoffentlich im Frühjahr“, so Bauamts-Mitarbeiterin Anette Sell, werde es das endgültige Okay geben.

Derzeit werden die so genannten „Träger öffentlicher Belange“, das sind überwiegend Dienststellen wie Polizei, Kreis und Straßenbaubehörde, nach ihrer Einschätzung zur geplanten Öffnung der Gardelegener Fußgängerzone für den Fahrradverkehr gefragt. Im Gardelegener Rathaus rechnet man nicht damit, dass es grundsätzliche Ablehnungen geben wird. Aber gewisse Hinweise und Bedenken werden erfahrungsgemäß immer benannt.

Diese Anhörungsphase dauert noch bis zum Februar. Nach der dann zu erfolgenden Auswertung wird sich wohl nochmals der Gardelegener Stadtrat mit dem Thema befassen. Nicht grundsätzlich zur Öffnung oder Nicht-Öffnung für Radfahrer – das haben die Kommunalpolitiker bereits am 14. September abschließend mit einer überraschend klaren Mehrheit von 22:8 Stimmen zugunsten der Radfahrer getan. Stattdessen geht es um die möglichen Einwände und Hinweise der „Träger öffentlicher Belange“.

Werden die berücksichtigt, kann die Fußgängerzone dann tatsächlich und auch ganz offiziell für Drahtesel geöffnet werden. „Wenn es nach uns geht“, erklärt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig, „dann reicht ein Zusatzschild an den jeweiligen Anfängen der Fußgängerzone.“ Nämlich dass Radfahrer erlaubt sind – allerdings nur im mittleren Bereich der aufgemalten Fahrbahn. Rechts und links davon, auf den Gehwegen direkt vor den Innenstadt-Geschäften, soll das Radfahren – wie auch jetzt schon – verboten bleiben. Die Frage, ob Radler in der Gardelegener Fußgängerzone erlaubt sind, sei ausschließlich Angelegenheit der Stadt. Das betont Birgit Eurich, Pressesprecherin des Altmarkkreises Salzwedel, auf Anfrage der Altmark-Zeitung. „Für diesen Abschnitt der Ernst-Thälmann-Straße ist die Stadt Gardelegen zuständig“, so lautet ihre Auskunft.

Von Stefan Schmidt

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