Grundschul-Standort im Heidedorf ist auch ohne zusätzliche Schüler offenbar langfristig gesichert

Grundschul-Standort: Potzehne doch nicht nach Letzlingen?

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Die einstige Panzerstraße zwischen Potzehne und Roxförde wäre die kürzeste Verbindung zur Grundschule Letzlingen. Ob Potzehner Kinder überhaupt ab 2017 nach Letzlingen gehen, ist aber unklar.

Letzlingen. Die Zukunft der Grundschule in Letzlingen scheint dauerhaft gesichert.

Das ist zumindest den Worten von Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs zu entnehmen, der während der Sitzung des städtischen Sozialausschusses über die Schülerzahlen im Schuleinzugsbereich Letzlingen berichtete.

Demnach „hat sich die Zahl der Neugeborenen in dieser Region erfreulich entwickelt“ so Fuchs. Was auch Auswirkungen bis nach Potzehne und den Nachbarort Parleib haben könnte. Denn vor nicht allzu langer Zeit haben die Gardelegener Stadträte mehrheitlich entschieden, dass ab dem Jahr 2017 – also in etwas mehr als zwei Jahren – die Erstklässler aus den Dörfern Potzehne und Parleib, die vorher in die Grundschule Mieste gingen, in der Grundschule von Letzlingen unterrichtet werden. Weil man dadurch den Schulstandort Letzlingen dauerhaft stärken will.

Doch dies ist möglicherweise gar nich mehr nötig, wie Konrad Fuchs ausführte. Denn die prognostizierten Schülerzahlen sind aufgrund der erfreulichen Geburtenrate besser als befürchtet.

Fuchs listete auf: Im Schuljahr 2017/18 – ab dann sollen Kinder aus Potzehne und Parleib dazukommen – hätte die Grundschule Letzlingen ohne diesen Zuwachs nach jetzigem Stand 72 Schüler. Die Mindestschülerzahl, vom Land vorgegeben, liegt bei 52. Im Jahr darauf wären es 71 Schüler, im Schuljahr 2019/20 käme man auf 76 Mädchen und Jungen. Und im Schuljahr 2020/21 würden nach jetzigen Berechnungen sogar 83 Kinder in die Grundschule Letzlingen gehen.

Bei aller Vorsicht, so Fuchs im Sozialausschuss, dass solche Zahlen („Es sind immer nur Momentaufnahmen“) im Laufe der Zeit auch Schwankungen unterliegen, rät der scheidende Bürgermeister den Gardelegener Stadträten, „den Beschluss mit Potzehne und Parleib in absehbarer Zeit aufzuheben.“ zumindest sei dies überlegenswert. Denn die Grundschule in Letzlingen würde auch ohne diese zusätzlichen Kinder gesichert existieren können.

Damit könnte sich ein weiteres Problem erledigen. Nämlich der des Schülertransportes. Die kürzeste Verbindung über die Straße zwischen Potzehne und Roxförde ist derzeit nicht möglich, weil diese Straße für Schulbusse als ehemalige Panzerstraße offiziell nicht zugelassen ist. Dies könnte geändert werden, so Fuchs. Aber erst im Frühjahr 2017, also wenige Monate vor der vom Stadtrat beschlossenen Schuleinzugsbereichs-Änderung, was Potzehne und Parleib betrifft. Vorher, so habe er von der PVGS als Ansprechpartner für den Schülertransport erfahren, sei eine konkrete Festlegung der Schulwege nicht üblich und auch nicht nötig.

Von Stefan Schmidt

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