Bei Gardelegen: Lokführer eines Güterzugs alarmiert Polizei

Personensuche in der Nacht: ICE-Strecke dicht

Gardelegen. In der vergangenen Nacht ist die ICE-Strecke Berlin-Hannover in Höhe Gardelegen für mehrere Stunden voll gesperrt worden. Grund war der Verdacht, dass eine Person von einem Güterzug überfahren worden sein könnte.

Die Absuche nachts und auch gestern bei Tageslicht bestätigte die schlimme Befürchtung jedoch nicht: Niemand wurde auf oder neben den Gleisen gefunden.

Um 1.30 Uhr bemerkte der Lokführer eines in Richtung Hannover fahrenden Güterzuges in Höhe der Brücke über die B 188 unweit von Zienau bei Gardelegen einen Schlag. Er bremste, so berichtet Bernd Förster, Pressesprecher der Bundespolizeidirektion im sächsischen Pirna, seinen Zug sofort ab und hielt auf offener Strecke an. Der Zug kam unweit des Gardelegener Bahnhofs zum Stehen. Anschließend stieg der Lokführer aus und begann in der Dunkelheit mit einer ersten Absuche – ergebnislos. Der Mann alarmierte daraufhin trotzdem die Polizei. Wenig später waren Einsatzkräfte von Bundespoliei, Polizei und 13 Personen der Gardelegener Feuerwehr vor Ort. In der Zeit von 1.55 bis 4.15 Uhr wurde die ICE-Strecke komplett gesperrt, um die Strecke in aller Ruhe absuchen zu können. Aufamten in den frühen Morgenstunden: Die Befürchtung, dass jemand überfahren wurde, bestätigte sich nicht. Auch am gestrigen Vormittag gab es bei Tageslicht nochmals eine Absuche. Auch die blieb glücklicherweise ergebnislos.

Während der Vollsperrung gab es nach Angaben der Bundespolizeidirektion kaum Behinderungen im Zugverkehr. Denn nachts sind weniger ICE unterwegs als tagsüber.

Von Stefan Schmidt

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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