1,8 Millionen in gut neun Monaten

Dialyse-Zentrum am Gardelegener Altmark-Klinikum eröffnet „Patienten entgegengekommen“

+
Sie sind stolz auf das neue Dialyse-Zentrum in Gardelegen: Dr. Martin Wenning (von links), der Therapiespezialist Oliver Rimrodt, die Leitende Schwester Susann Neumann sowie Dr. Stephan Wolter und Dr. Alexander Krainz. Fotos (3): Schmidt

Gardelegen. Der gestrige Tag, so konstatierte Dr. Stephan Wolter, sei „kein guter Tag für die Taxifahrer der Region. “ Denn viele Fahrten nach Stendal würden ab sofort wegfallen, „die Patienten sparen zusammengerechnet etwa 1000 Kilometer pro Tag.

“ Denn auf dem Gelände des Gardelegener Altmark-Klinikums eröffnete am gestrigen Nachmittag das Dialyse-Zentrum. Es handelt sich um einen zweiten Standort neben Stendal, wo die Patienten aus dem Raum Gardelegen bisher betreut wurden und oft lange Fahrten in Kauf nehmen mussten – nicht selten mit dem Taxi. „Wir sind unseren Patienten entgegengekommen“, so Wolter – und meinte das im doppeldeutigen Sinne. Er und die beiden anderen Spezialisten der Nephrologie, Dr. Alexander Krainz und der neu aus Bochum hinzugekommene Dr. Martin Wenning, leiten das Dialyse-Zentrum und haben innerhalb von etwas mehr als neun Monaten rund 1,8 Millionen Euro in den Standort an der Ernst-von-Bergmann-Straße in Gardelegen investiert. Dort gibt es künftig Platz für 30 Patienten.

Auf den Tag genau vor 23 Jahren, erinnerte Alexander Krainz, habe in Stendal das dortige Dialyse-Zentrum eröffnet. Den Plan, auch einen Standort in Gardelegen aufzubauen, habe es von Beginn an gegeben. Nun sei er Realität geworden. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Es handele sich um ein „großartiges Projekt“, so Kranz. Ein Projekt, dessen Umsetzung letztlich 23 Jahre gedauert habe.

„Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten“, freute sich auch die Leitende Schwester Susan Neumann, die sich „begeistert von den neuen Arbeitsbedingungen“ zeigte. Und abschließend: „Der glückliche Patient ist unsere Motivation.“

Glücklich sind auch die Mädchen und Jungen der benachbarten Gardelegener Kita Krümelkiste. Denn sie verfolgten den Baufortschritt direkt vor Ort. Die Bauarbeiter mussten extra zwei Zaunfelder entfernen, damit die Kleinen durch die Absperrung hindurchspähen konnten. Gestern bedankten sie sich für die neunmonatige Abwechslung mit einem lustigen Programm.

Von Stefan Schmidt

Kommentare