Fassadensanierung / Austausch maroder Fachwerkbalken / Neue Farbgestaltung

Gardelegen: Neuer Glanz für das Gemeindehaus St. Marien

+
Der Austausch der Hölzer und das neue Ausmauern der Gefache durch die Fachfirma aus Ritze in bereits erledigt. Nun bekommt die Fassade noch einen neuen Anstrich.

Gardelegen. Mit seinem Fachwerk ist es ein bildprägendes Gebäude am Gardelegener Aschberg – das Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Marien. Doch der Zahn der Zeit nagt an dem 1752 erbauten Gebäude.

So wurden an der Fassade dringende Sanierungsarbeiten notwendig, die derzeit vollzogen werden.

Wie Küster Hans-Otto Bohlecke berichtet, waren die Schäden der Kirchengemeinde schon länger bekannt. Einige Balken des Ständerwerkes waren völlig marode und mussten ausgetauscht werden. Das hatte auch die Kontrolle eines Holzgutachters bestätigt, der die Arbeiten begleitet. Das gilt ebenso für den Denkmalschutz, mit dem eng zusammengearbeitet wird. Nach der intensiven Vorbereitung der Arbeiten, wurde Anfang Mai das Haus eingerüstet und die Mitarbeiter der beauftragten Fachfirma, Zimmerei Groth aus Ritze, begannen mit dem Austausch der Holzbalken. Anschließend wurden die Gefache neu ausgemauert. Und zwar, wie der Küster erklärt, bündig mit dem Holz der Balken, so wie es früher üblich war. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Was nun noch fehlt ist die neue Farbgebung der Fassade am Aschberg. Das muss laut Bohlecke noch etwas warten, weil einige verwendete Materialien eine längere Trockenzeit benötigen. Die Fassade wird dann in Abstimmung mit dem Denkmalschutz in verschiedenen Grautönen gestaltet, die sich an den Farben orientieren, die in der Zeit des Hausbaus Verwendung fanden. Ende Juli, so ist es anvisiert, sollen diese Außenarbeiten dann beendet sein.

An der Fassadensanierung beteiligt sich auch die Stadt Gardelegen mit rund 27 000 Euro Fördermitteln aus dem Topf des städtebaulichen Denkmalschutzes.

Insgesamt werden in das Gemeindehaus rund 70 000 Euro investiert, denn die Sanierung beschränkt sich nicht nur auf die äußere Hülle. Auch im Inneren des Gebäudes sind mit den Jahren Arbeiten notwendig geworden, die nun mit Mitteln aus dem Baulastfond des Kirchenkreises Salzwedel und eigenen Mitteln der Kirchengemeinde St. Marien finanziert werden und, wenn möglich, parallel zu den Außenarbeiten abgearbeitet werden. Wie Hans-Otto Bohlecke berichtet, erhält die Fassadenseite von innen eine Dämmung, die anschließende Malerarbeiten nach sich ziehen. Zudem werden teilweise die Elektrik und die Heizung sowie die sanitären Anlagen, die bereits rund 30 Jahre auf dem Buckel haben, erneuert.

Kommentare