Altmarkkreis stimmt einer Aufnahme von Hund und Katze zu / Nächsten Sonntag Tag der offenen Tür

Neue Betriebserlaubnis fürs Tierheim in Gardelegen

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Seit Montag darf darf die Gardelegener Tieraufnahmestation wieder Fund- und Abgabetiere aufnehmen. Der Altmarkkreis hat dem Tierschutzverein wieder eine Betriebserlaubnis erteilt, erst einmal für ein Jahr.

Gardelegen. Das Gardelegener Tierheim des Tierschutzvereins Gardelegen-Kalbe (Milde) darf ab sofort wieder Fund- und Abgabetiere aufnehmen.

Wie die Amtstierärztin des Altmarkkreises Salzwedel, Elke Filter, auf Nachfrage der AZ bestätigt, liegt für die Tieraufnahmestation an der Lüffinger Straße wieder die Erlaubnis nach dem Tierschutzgesetz vor. Erst einmal für ein Jahr gilt die aktuelle Betriebserlaubnis. „Sollte alles in Ordnung bleiben, kann sie auch wieder unbefristet erteilt werden“, so Filter. Es wurden klare Regeln von Seiten des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes aufgestellt, deren Einhaltung auch regelmäßig geprüft wird.

In Ordnung war nämlich im vergangenen Jahr nichts mehr, was im Dezember zu einem absoluten Aufnahmestopp für das Tierheim führte. Es war nicht nur so, dass die Kapazitätsgrenzen überschritten waren – damals wurden 44 Katzen, 17 Hunde und drei Kaninchen von den komplett ehrenamtlichen Mitarbeitern betreut. Es waren unzumutbare Zustände. Es ging unter anderem auch um Räumlichkeiten, deren Nutzung nicht dem vorgesehenen Zweck entsprach und eine unübersichtliche Buchführung. Diese Probleme hat der Verein in den vergangenen Monaten gelöst, so dass der erneuten Betriebserlaubnis nichts mehr im Weg stand und die Fund- und Abgabetiere nun nicht mehr ins Tierheim nach Satuelle im Bördekreis gebracht werden müssen.

Zudem gibt es mittlerweile eine, mit 30 Wochenstunden angestellte, neue Tierheimleiterin, Marianne Wigger, die ebenfalls Mitglied im Tierschutzverein ist und ihren Dienst nun angetreten hat. Ihre Stellvertreterin ist Simone Kahnstedt.

„Wir freuen uns, dass sie die Genehmigung wieder erhalten haben“, erklärt Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig. Denn die Stadt will natürlich auch weiterhin mit dem Tierheim zusammenarbeiten. Dazu gibt es demnächst auch einen Termin, der bereits vereinbart ist, um die entsprechenden Modalitäten abzusprechen.

Und auch für die Mitglieder des Tierschutzvereins ist die erneute Betriebserlaubnis ein Grund zur Freude. Sie waren in der Zwischenzeit nicht nur dahingehend aktiv, alle anstehenden Probleme zu lösen, wie Vereinsvorsitzender Kurt Gewasda sagte, sondern auch die Bestandstiere weiterhin zu pflegen. In jüngster Vergangenheit kam auch noch ein wenig Organisationsarbeit dazu. Denn der Verein lädt an diesem Sonntag, 19. Juni, von 11 bis 16 Uhr zum Tag der offenen Tür ein und wollen den interessierten Gästen auch die Neuerungen präsentieren. Zudem gibt es für die Kinder eine Hüpfburg. Sie können Reiten und sich im Bogenschießen versuchen. Für das leibliche Wohl aller ist natürlich auch gesorgt.

Von Elke Weisbach

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