Kutschenrallye in Estedt lockte am Sonnabend wieder viele Besucher an / Limbotanz und Kofferpacken

Das Motto: Einmal um die ganze Welt

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Im Limbo-Tanz unter der Stange hindurch, das war bei all dem mitzuschleppendem Gepäck gar nicht so einfach.

Estedt. Auf eine Weltreise mussten sich die Teilnehmer der 17. Auflage der Estedter Kutschenrallye am Sonnabend begeben. Denn das Motto lautete diesmal „Eine Reise um die Welt. “ Anfang und Ende dieser kleinen Weltreise war der Sportplatz in Estedt.

Dort starteten die 46 angemeldeten Kutschen, die mit den unterschiedlichsten Pferdegespannen unterwegs waren. Auch die Anzahl der Pferde wechselte, so dass es beim Geländeritt, der auf einer Strecke von 18,6 Kilometern einmal quer durch die Hellberge ging, nicht auf die Zeit und somit auch nicht auf die Geschwindigkeit ankam. Unterwegs gab es mehrere Stationen, die unter anderem von den Jägern, dem Estedter Nachwuchs und den Omas des Ortes betreut wurden. Dazu gab es einen umfangreichen Fragebogen, der sich rund ums Pferd drehte. Mit Fragen zur Größe des Pferdemagens, zum Gebiss und zum Parasitenbefall.

Auf dem Parcours selbst, der auf dem Sportplatz abgesteckt war, kamen ab dem späten Vormittag die Kutschen nach und nach vorgefahren und die Insassen mussten diverse Stationen bewältigen – sehr zur Freude der vielen Besucher, die es sich bei leichtem Dauerregen meistens im Zelt bequem gemacht hatten. So galt es, getreu dem Weltreisen-Motto, einen Koffer zu packen –mit Gummistiefeln, Badehose und dicker Jacke, aber auch mit Kanupaddel und Langlauf-Skiern. Das alles musste dann mitsamt des Reisenden eine Rutsche heruntergleiten, was zu diversen „Kollateralschäden“, sprich Verlusten von Gegenständen, führte. Danach musste der Beifahrer der Kutsche auch noch mit einem eleganten Strohhut einen Limbotanz vollführen und das mitten im Regen.

Carsten und Anke Hintze aus Tangerhütte hatten in der Gesamtwertung mit ihren Pferden die Nase vorn und holten sich den Sieg.

Von Stefan Schmidt

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