Polizei verzeichnet „nicht die Dimensionen der Vorjahre“

Militärproteste: Kaum Zwischenfälle

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„Krieg. Macht. Flucht.“ - Das Motto des diesjährigen „War starts here“-Camps auf der Wiese bei Potzehne. Mit dabei war auch „Offene Heide“-Sprecher Helmut Adolf (hinten Mitte).

Letzlingen. Die Protestaktionengegen die Bundeswehr in der Colbitz-Letzlinger Heide sind am „Aktionstag“ am Sonnabend gewaltfrei verlaufen. Diese Bilanz zieht Polizei-Pressesprecher Frank Semisch.

„Die Proteste verliefen friedlich und erreichten nicht die Dimensionen der Vorjahre“, als es teils massive Straftaten gegeben hatte. Einzig am Freitagabend hatten Kriegsgegner unweit von Theerhütte, 300 Meter innerhalb des Truppenübungsplatzes, einen Hochstand zerstört und auf einen Weg gelegt. Damit, so die Begründung auf ihrer Internetseite, wollten sie bei einer möglichen „Besetzung“ des Platzes einen Sekundenvorsprung gegenüber den Feldjägern erhaschen.

Laut Polizei gab es 16 Ordnungswidrigkeiten wegen des Betretens des militärischen Sicherheitsbereichs. Ein Fotoapparat wurde beschlagnahmt, weil der Verdacht illegaler Aufnahmen militärischer Einrichtungen bestand. Es wurden aber keine Bilder gefunden und die Kamera wieder ausgehändigt. Ferner gab es 43 Identitätsfeststellungen, zwölf Durchsuchungen und sieben Platzverweise.

Die Polizei spricht von 85 Camp-Teilnehmern, die Militärgegner nennen die Zahl von 150 Protestierenden.

Von Stefan Schmidt

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