„Antimilitaristisches Camp“ für Ende Juli angekündigt / Letzlingen veranstaltet Sommermarkt

Militärgegner zum fünften Mal da

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Unterschiedliche Auffassungen, aber ein friedliches Miteinander: So lief das „Antimilitaristische Camp“ im vergangenen August ab. Vom 25. bis 31. Juli haben die Militärgegner erneut ihr Erscheinen rund um das Gefechtsübungszentrum angekündigt.

Letzlingen. Sie kündigen sich wieder an. Ende Juli – genauer vom 25. bis 31. Juli – findet im fünften Jahr in Folge das „Antimilitaristische Camp“ von Militärgegnern rund um die Colbitz-Letzlinger Heide statt.

Dort, wo die Bundeswehr ihren Truppenübungsplatz Altmark unterhält, wo es mit der Altmark-Kaserne den einzigen Kasernen-Neubau in Deutschland seit der Deutschen Einheit gibt und dort, wo in der Heide die hochmoderne Übungsstadt Schnöggersburg aus dem Boden gestampft wird. Wie Helmut Adolph, Sprecher der Bürgerinitiative „Offene Heide“, ankündigt, wird das Camp wieder „in der Nähe des Gefechtsübungszentrums“ stattfinden – in den vier Jahren zuvor zelteten die Militärgegner immer auf einer Wiese zwischen Potzehne und Parleib.

Während dieser Woche, so Helmut Adolph, wolle man „den Normalbetrieb...stören und blockieren“. Ob es wieder einen „Aktionstag“ gibt, teilt das „War starts here“-Team („Der Krieg beginnt hier“) derzeit noch nicht mit.

Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing, mit dem Camp-Termin gestern durch die Altmark-Zeitung konfrontiert, hatte bereits für Sonnabend, 30. Juli – dem Datum des möglichen „Aktionstages“ – den Sommermarkt auf dem Letzlinger Marktplatz angemeldet. Dort soll es wieder verschiedene Stände unterschiedlicher Vereine und Organisationen geben. Der Erlös kommt dem Potzehner Freibad zugute – jenem Bad, das Militärgegner im Vorfeld des Camps vor zwei Jahren mit einer nächtlichen Schnipsel-Aktion lahmgelegt hatten.

Im Vorjahr liefen Camp und „Aktionstag“ friedlich ab. Auch das Polizeiaufgebot wurde zurückgefahren, nachdem es in den ersten beiden Jahren fast schon einen polizeilichen Belagerungszustand in und um Letzlingen gegeben hatte.

Von Stefan Schmidt

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