Weiterer Standort in Mieste-Nord?/ Schnellbahntrasse ist imaginäre Trennungslinie

Mieste will einen zweiten Spielplatz

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Bisher hat Mieste nur den kommunalen Spielplatz an der Friedrichstraße Das soll sich nach dem Willen des Ortschaftsrates bald ändern. Die Kommunalpolitiker wollen auch in Mieste-Nord Spielgeräte aufstellen lassen. 

Mieste. Generell gilt für die Dörfer des Gardelegener Stadtgebietes: Ein Spielplatz reicht.

Unter Konrad Fuchs, dem Vorgänger der jetzigen Bürgermeisterin Mandy Zepig, wurde festgestellt, dass es in den einzelnen Ortschaften nur noch einen zentralen kommunalen Spielplatz geben soll. Der soll aber vernünftig und modern ausgestattet sein. Dem hatten seinerzeit auch die meisten Ortsbürgermeister zugestimmt.

Doch Kai-Michael Neubüser, Miestes Ortsbürgermeister, regt für diesen Ort eine Ausnahme an. Während der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates brachte er ein Thema an, das bereits seit geraumer Zeit immer mal wieder im Rat diskutiert wird. Denn die Einwohner von Mieste-Nord, also jener Siedlung, die nördlich der ICE-Strecke liegt, hätten für ihre Kinder gerne einen eigenen Spielplatz. Der Weg zum Miester Spielplatz an der Friedrichstraße unweit des Einkaufsmarktes erscheint ihnen zu weit. Zumal die Mädchen und Jungen darüber hinaus noch die Schnellbahntrasse überwinden müssen, in Form des Fußgängertunnels am Bahnhof. Neubüser hat „Verständnis für dieses Anliegen“ und erklärte: „Mir wäre der Weg ehrlich gesagt auch zu weit.“ Für den „großen Ortsteil Mieste“ – er ist der größte aller Gardelegener Ortsteile – sei nur ein Spielplatz „zu wenig“, so der Ortsbürgermeister. Und: „Die Nord-Miester kommen nicht“, die Schnellbahntrasse, die Mieste durchschneidet, sie auch im Kopf eine Art Trennungslinie.

Deshalb plädiert der Ortschaftsrat für einen zweiten kommunalen Spielplatz. Damit man auch in Mieste-Nord bald rutschen, klettern und balancieren kann.

Von Stefan Schmidt

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