Neubau oder Erweiterung einer Kita in Gardelegen / Diskussion um mehr Plätze im Ersatz-Neubau in Solpke

Mehr als sieben Millionen Euro für Kinderbetreuung

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Die bisherige Kita „Rappelkiste“ in Solpke wird in einen Ersatzneubau integriert. Dort sollen unter anderem 40 Hortkinder betreut werden.

Gardelegen. Mehr als sieben Millionen Euro investiert die Hansestadt mithilfe von Fördergeld in verschiedene Kindereinrichtungen in Gardelegen und auch in den Dörfern. So in Solpke, wo es einen Ersatzneubau der Kita geben soll.

Das haben die Mitglieder des Gardelegener Stadtrates während ihrer jüngsten Zusammenkunft beschlossen. Aber: Auch in der Stadt selbst muss investiert werden. Das machte Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig deutlich. In welcher Form dies geschehen soll, steht zwar noch nicht fest. Aber da alle kommunalen Kitas in der Kernstadt voll belegt sind, sei eine baldige Investition nötig. Ob dies als Neubau oder als Erweiterungsbau einer bereits bestehenden Einrichtung geschehen soll, lässt Mandy Zepig derzeit noch offen.

SPD-Stadtratsmitglied Jörg Marten regte im Stadtrat an, die Platzkapazität für den Standort Solpke noch zu erhöhen. „Wenn, dann sollten wir es richtig machen“, begründete er seinen Vorstoß, der dann aber doch nicht umgesetzt wird. Denn wie Bauamtsleiter Engelhard Behrend erwiderte, gebe es „sehr große Probleme“ bei der Fördermittel-Beantragung, wolle man die Kapazität für Solpke tatsächlich erhöhen. Denn die Stadt stehe „unter Zeitdruck“.

Jörg Marten bemängelte eine „deutliche Überkapazität“ für Mieste. Deshalb müsse man Solpke als Alternative stärken. Dem widersprach aber Stadtverwaltungs-Mitarbeiterin Manuela Dietrich-Beckers. Für Mieste gebe es eine drei Jahre andauernde Ausnahmeregelung für 95 Kinder, die aber möglicherweise vom Kreis im Anschluss daran als ganz normale Betriebserlaubnis fortgeführt wird, mit eben diesen Zahlen.

Unabhängig von den Standorten Solpke und Mieste bestehe aber Bedarf für die Stadt, betonte Mandy Zepig. „Die Tatsache, dass es dort Bedarf gibt, ist nicht vergessen“, versicherte sie im Stadtrat.

Von Stefan Schmidt

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