Gardelegens Darsteller Manfred Brandt gibt auf 100. Katholikentag Couplets zum Besten

Was macht eigentlich Otto Reutter in Leipzig?

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Lauter Doubles in Leipzig: Kardinal Albrecht (Jan Felix Frenke, v.l.), Otto Reutter (Manfred Brandt) und Martin Luther (Martin Kreusch).

mz Leipzig/ Wannefeld. „Ich ging mit gemischten Gefühlen dorthin und fragte mich ‘Was sucht eigentlich Otto Reutter auf dem 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig?´“, erzählte Manfred Brandt, alias Otto Reutter, nach seinem Besuch in Leipzig.

Als er schließlich am Mittwoch dort ankam, stellte er ziemlich schnell fest, dass die Zuschauer ihn schnell ins Herz schlossen, zu seinen Texten mitsangen und auch nach Zugaben riefen. Für seinen Auftritt wurde er von Regina Masur aus dem Bistum Magdeburg engagiert. „Sie nahm Kontakt zu Gardelegens katholischen Pfarrer Andreas Lorenz auf, und er vermittelte mich weiter“, erklärte Brandt.

Stolz ließ sich Gardelegens Otto Reutter während der Papstrede unter der großen Leinwand fotografieren.

Rund 10 000 Menschen versammelten sich auf dem Leipziger Marktplatz, feierten in ausgelassener Stimmung, schwenkten grüne Schals und lauschten und sangen zu den Liedern der Gospel Changes und The Holy Syncopators freudig mit. „Die Stimmung war sehr gut“, lobte Brandt. Seinen offiziellen Auftritt hatte er auf dem Thomaskirchhof, wo er Couplets wie „In 15 Jahren ist alles vorbei“, „Alles wegen der Leut“, „Ick wunder mir über jarnischt mehr“ und „Nehm’n Sie’n Alten“ zum Besten gab. Den Zuschauern erzählte er auch einiges über Gardelegen und natürlich über den Künstler Otto Reutter, und dass dieser kein Berliner, sondern gebürtiger Altmärker war. Dann mischte er sich unter die Besucher und ließ auch dort das eine oder andere Couplet erklingen.

Besonders beeindruckt war er auch von dem Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck und von der Rede des Papstes, die erstmals auf Deutsch war und auf einer großen Leinwand auf dem Marktplatz ausgestrahlt wurde. „Als der Papst seine Rede hielt, habe ich mich auf die anderen Seite des Marktplatzes durchgewurschtelt, um den Papst aus der Nähe sehen zu können“, erzählte er ganz stolz und ließ sich als Erinnerung dabei fotografieren.

Von Marilena Berlan

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