Mit Petition fordern Wernstedter: Altmarkkreis muss den Sommerweg an K 1087 in Ordnung bringen

Knapp 20 Zentimeter Höhenunterschied

+
Wenn es eng wird, sollen Fahrzeuge, die die K 1087 von Engersen nach Wernstedt befahren, auf den Seitenstreifen ausweichen. Allerdings ist dieser in einem sehr schlechten Zustand. Teilweise beträgt der Höhenunterschied zur Straße fast 20 Zentimeter.

Wernstedt. „Ich lade die Verantwortlichen gerne ein und führe sie persönlich da lang, am besten nach Regen“, sagt Wernstedterin Nicole Wernecke.

Über 300 Unterschriften will Nicole Wernecke beim Kreis einreichen, damit er an der Kreisstraße tätig wird.

Die Verantwortlichen, das sind Mitarbeiter des Altmarkkreises Salzwedel, die anscheinend der Meinung sind, dass es reicht, den „Sommerweg“, so die in diesem Fall sehr schmeichelhafte Bezeichnung für den Randstreifen der Kreisstraße 1087, lediglich mehrmals im Jahr mit Schotter auffüllen zu lassen: „Schade um das Geld“, so Wernecke. Denn nach kürzester Zeit sei der Schotter zerfahren und verteilt sich überall hin, nur nicht dort, wo er sein soll, nämlich in den Schlaglöchern des Sommerweges. In all den Jahren hätte man mit der verschwendeten Summe die Straße wohl schon komplett erneuern können. Aber darauf kommt es den Wernstedtern gar nicht mal an, erklärt die Ortsrätin und Kalbenser Stadträtin. Sondern darauf, den Sommerweg so herzurichten, dass man, wenn sich auf der K1078 zwei entgegenkommen, problemlos auf den unbefestigten Weg ausweichen kann, ohne befürchten zu müssen, dass am Fahrzeug gleich irgendwas kaputt geht. Vor allem müsste die Höhe des Sommerweges auf die der Straße gebracht werden. Der Höhenunterschied beträgt an mancher Stelle knapp 20 Zentimeter – mit Wasserwaage und Zollstock hatte Nicole Wernecke selbst nachgemessen. Seit vielen Jahren kämpfe man schon dafür, so auch Wernstedts Ortsbürgermeisterin Anni Schulz gegenüber der Altmark Zeitung, dass der Streifen der Kreisstraße gemacht werde. Wegen des Zustandes wurde auch ein 30er-Tempolimit-Schild aufgestellt. Eine Weile hieß es, man würde sich 2014/15 darum kümmern, doch „in der neuesten Prioritätenliste des Altmarkkreises steht sie nicht drauf“, sagt Nicole Wernecke: „Das Problem ist, dass die denken, hier ist nicht viel Verkehr, weil man über die B 71 fahren könnte. “ Viele Fahrer, darunter auch viele Lkw-Fahrer, nehmen aber lieber die Kreisstraße, die dann in die Wernstedter Dorfstraße mündet, an der Wernecke selbst wohnt. Die K1078 ist zum einen etwas kürzer, zum anderen brauchen Lkw aus Richtung Kalbe kommend, nicht auf die viel befahrene B 71 nach links aufzufahren und dann noch ordentlich Schwung zu holen, um zum „Langen Heinrich“ hochzukommen, schätzt Wernecke ein. Und wenn die L 21 zwischen Wernstedt und Kalbe gebaut und für sechs bis acht Monate gesperrt wird, dann werde noch mehr Verkehr auf der Kreisstraße herrschen.

Über 300 Unterschriften habe man in den vergangenen Wochen in und außerhalb von der Ortschaft bezüglich dieser Sache gesammelt: „Die Zettel wurden uns förmlich aus der Hand gerissen“, so Wernecke. Fast alle Angesprochenen hätten gar keine langen Erklärungen gebraucht, sondern gleich von sich selbst aus gesagt, dass sie die Straße kennen und der Zustand dort „katastrophal“ sei. Gestern war Stichtag der Unterschriftensammlung, die Listen liegen Nicole Wernecke nun vor. Sie sollen inklusive eines Anschreibens und einiger Fotos an den Altmarkkreis Salzwedel und an das Landesstraßenbauamt geschickt werden: „Es muss endlich was passieren“, fordern Nicole Wernecke und die Unterzeichner.

Von Hanna Koerdt

Kommentare