Bushaltestellen-Variante durch Wohngebiet ist illusorisch / Kloster Neuendorfs Rat wird eingebunden

Wohl kein Schulbus ins Wohngebiet: Straße nur 3,40 Meter breit

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Landesbaubetrieb-Geschäftsführer Manfred Krüger (v. l.), Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs und Bauamtsleiter Engelhard Behrends suchen für die Bushaltestelle in Neu-Kloster eine Lösung.

Kloster Neuendorf. Bei der Diskussion um eine mögliche Verlegung der Bushaltestelle Neu-Kloster an der B 188 zwischen Kloster Neuendorf und Gardelegen wird künftig auch der Ortschaftsrat von Kloster Neuendorf mit eingebunden.

Das erklärte Gardelegens Bauamtsleiter Engelhard Behrends und reagierte auf Vorwürfe von Kloster Neuendorfs Ortsbürgermeister Andreas Höppner. „Mich stört, dass der Ortschaftsrat bisher ausgegrenzt worden ist“, schimpfte Höppner während der jüngsten Bauausschuss-Sitzung. Bisherige Gespräche zwischen Stadt, Landesbaubetrieb und der PVGS als Busanbieter fanden ohne Beteiligung aus Kloster Neuendorf. Bei einem demnächst stattfindenden neuerlichen Termin vor Ort soll das, so versprach Behrends, dann anders sein.

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Der Vorschlag einiger Gardelegener Stadträte, den Schulbus ringförmig durch die Einbahnstraßen des Wohngebietes Kellerberge fahren zu lassen, um die Schüler abseits der Bundesstraße ein- und aussteigen zu lassen, ist derweil reichlich illusorisch. Die enge Straße, die nur wenige Meter an den Hauseingängen vorbei führt, ist gerade mal 3,40 Meter breit – viel zu schmal für einen Schulbus. Selbst Postautos und Bullys von Versandanbietern kommen nur mit Mühe um die engen Kurven herum.

In Höhe der Bushaltestelle Neu-Kloster wurde am 29. September 2014, nur wenige Wochen nach seiner Einschulung, ein sechsjähriger Junge von einem Auto erfasst und starb noch vor Ort.

Von Stefan Schmidt

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