Sozialausschuss tagte über die weitere Nutzung des Torwächters / „Amputation“ denkbar

Kehrt der Eichenriese zurück?

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Ende November wurde der Torwächter nach 13 Jahren vom Salzwedeler Tor entfernt. Der Grund war ein Pilzbefall an mehreren Stellen der Konstruktion. Jetzt ist es nicht ausgeschlossen, dass er wieder an seinen alten Platz zurückkehrt.

Gardelegen. Seit Ende November fehlt nun der Torwächter vor dem Salzwedeler Tor. Der Grund seiner Entfernung war ein Pilzbefall an mehreren Stellen der Konstruktion. Nach Angaben der Schadensuntersuchung reichten die Schäden bis hinauf zu den Knien (wir berichteten).

Die Gardelegener hängen immer noch sehr an dem Riesen aus Eiche. Die Stadt startete deshalb eine Umfrage und sammelte Vorschläge, was man denn mit dem Holzmann machen könnte. Schließlich ist er zu schade, um als Brennholz zu verenden. An der Umfrage nahmen einige Bürger teil. Den einen oder anderen Vorschlag las Bürgermeisterin Mandy Zepig bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses am Dienstag in der ehemaligen Schulspeisung in Lindstedt vor.

So schlug ein Bürger spaßeshalber vor, den großen Mann in die Nikolaikirche auf die Gruft von Familie Alvensleben zu stellen. Einige andere Bürger wünschen sich, dass der Torwächter im Bürgerpark aufgestellt wird. Doch derzeit kann er dort nicht aufgestellt werden, weil der Pilz noch an ihm haftet. Er muss deshalb bis zu einem bestimmten Punkt „amputiert“ werden, wenn er weiter bestehen bleiben soll. Am besten gefallen hat der Bürgermeisterin deshalb die Idee des Weteritzers Frank Palmdorf. Er schlug vor, den amputierten Eichenriesen auf ein Metallelement zu stellen. „Die Idee finde ich nicht schlecht. Ich würde mich diesbezüglich nach Kostenvoranschlägen umhören“, schlug Zepig vor. Steht dann ein Preis fest, ist es nicht ausgeschlossen, das Vorhaben über Spendengelder zu finanzieren. „Alle Spender würden dann auf dem Metall namentlich verewigt werden“, schlug Mandy Zepig vor und bekam dafür wohlwollendes Nicken aus der Runde. Sollte sich der Vorschlag von Frank Palmdorf umsetzten lassen, so könnte laut Zepig der Torwächter auch wieder an seinem alten Platz aufgestellt werden.

Von Marilena Berlan

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