Trägerwechsel der Mahn-und Gedenkstätte Isenschnibbe findet noch nicht zum Jahreswechsel statt

Kabinett entscheidet im Februar

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Die Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe bei Gardelegen wird in die Landesträgerschaft übergehen. Voraussichtlich aber erst zum Ende des ersten Quartals 2015 und nicht, wie eigentlich geplant, zum Jahreswechsel.

Gardelegen. Die Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe wird nicht, wie eigentlich geplant, zum Jahreswechsel in die Trägerschaft des Landes Sachsen-Anhalt übergehen. Aber: Dieser Trägerwechsel wird wohl noch im ersten Quartal 2015 stattfinden.

Wie Rüdiger Erben, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und ehemalige Staatssekretär im Landes-Innenministerium, gegenüber der Altmark-Zeitng erklärt, sei ein Beschluss im Kabinet für den 3. Februar 2015 vorgesehen. Vorher sollen „die Mitzeichnungen der anderen Ministerien dazu eingeholt“ werden. Soll heißen: Nachdem die Übernahme der Mahn- und Gedenkstätte Isenschnibbe in Landesträgerschaft – mitsamt der finanziellen Folgen – erst kürzlich in der Haushaltsdebatte des Landtages abgesegnet worden war, wird es in den nächsten Wochen konkret. Das Regierungskabinett wird sich nach jetzigem Stand am 3. Februar mit der Übernahme befassen. Anschließend tagt der Stiftungsrat der Landes-Gedenkstättenstiftung würde dann die Übernahme formal besiegeln.

In der Feldscheune Isenschnibbe kamen am 13. April 1945, unmittelbar vor dem Einmarsch der amerikanischen Alliierten, 1016 KZ-Häflinge um, als die Nazis die Scheune in Brand steckten und die Häftlinge darin verbrannten, erstickten oder erschossen wurden. Als dieses Areal zur Gedenkstätte umgebaut wurde, übernahm die Stadt die Trägerschaft.

Mit dem demnächst vollzogenen Trägerwechsel soll in die Gedenkstätte investiert werden: Mehr als zwei Millionen Euro sind dafür aus Landesmitteln vorgesehen.

Von Stefan Schmidt

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