Konflikte aus dem Weg räumen

Jugendliche aus Gardelegen und Umgebung lassen sich zu Schulweghelfern ausbilden

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Projektkoordinatorin Konstanze Teschner (links) freut sich über das Ausbildungsinteresse. Heute legen Antonia (vorne von links), Finja-Marie,Angelique, Albert, Timo (hinten von links), Dustin, Lukas, Jonas und Philipp ihre Schulweghelfer-Prüfung ab.

Gardelegen. Immer mehr Schüler nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, um in die Schule zu kommen. Konflikte und Streitereien bleiben unter den Schülern auch während der Busfahrt nicht aus. Ein Schulweghelfer könnte da intervenieren.

Schulweghelfer sollen nämlich im und am Bus dafür Sorge tragen, dass – wenn möglich – alle Insassen angeschnallt sind, übermäßige Lautstärke vermieden wird sowie Konflikte und Streitereien vorgebeugt wird. Sie sollen zu einer angenehmeren Anreise zur Schule und wieder nach Hause beitragen.

Hört sich nach einer sehr anspruchsvollen Aufgabe an. Ist es auch. Deshalb bedarf es dazu einer einwöchigen Ausbildung. Und die fand diese Woche im Jugendclub Mood in Gardelegen statt. Organisiert wurde die Ausbildung von Jugendclubmitarbeiterin und Projektkoordinatorin Konstanze Teschner. Insgesamt nahmen zehn Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren – Schulweghelfer müssen mindestens 13 Jahre alt sein –teil. Die einwöchige Ausbildung setzt sich aus fünf Modulen zusammen: Im ersten Modul geht es um Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit. Im zweiten Modul lernen die Jugendlichen, wie sie in Konfliktsituationen richtig reagieren können. Im dritten Modul fand der Erste-Hilfe-Kurs statt. Und im vierten Modul wurde das Gelernte in die Praxis umgesetzt. Heute, also im letzten Modul, müssen sie eine halbstündige schriftliche Prüfung ablegen. Und werden, wenn sie sie bestehen, offiziell zu Schulweghelfern ernannt. Neben einem Zertifikat gibt es noch einen Schulweghelferausweis. Und natürlich noch eine weitere Überraschung, die Konstanze Teschner für ihre zehn Absolventen vorbereitet hat.

Von Marilena Berlan

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