Oldtimerstammtisch trifft sich zur Herbstausfahrt auf dem Gardelegener Rathausplatz

Jedes Fahrzeug hat seine Geschichte

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Die Oldtimerliebhaber trafen sich am Sonnabend auf dem Gardelegener Rathausplatz zu einer Herbstausfahrt. Vom regnerischem Wetter ließ sich keiner die Laune verderben.

mz Gardelegen. Das Herz der Oldtimer-Liebhaber schlug höher am Sonnabendvormittag auf dem Gardelegener Rathausplatz. Überall Gleichgesinnte mit tollen Fahrzeugen, die allesamt ein „H“ (steht für Historiker) auf ihrem Kennzeichen trugen.

„Um ein H auf seinem Kennzeichen stehen zu haben, muss dass Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein“, erklärte Oldtimer-Liebhaber Adolf Scheel aus Gardelegen. Seinen schwarzen Käfer (Baujahr 1983) hat er vor sechs Jahren im Internet erworben. Eigentlich wollte er einen Käfer-Cabrio, doch die seien nur schwer zu erwerben, meinte er. Seinen schwarzen Käfer liebt er dennoch. Er fährt ihn regelmäßig und ist sehr froh darüber, dass er noch wie eine Eins fährt.

Kfz-Meister Reinhard Knells aus Letzlingen mit seinem Wartburg 312/1 (Baujahr 1965).

Gleich neben dem schwarzen Käfer von Adolf Scheel stand das Fahrzeug von Kfz-Meister Reinhard Knells aus Letzlingen. Einem Wartburg 312/1 (Baujahr 1965) in Grün. „Autos waren und sind bis heute noch mein Leben“, sagte er und zeigte stolz auf seinen Oldtimer. 1976, noch zu DDR-Zeiten, kaufte er sich als 25-Jähriger für 10 000 DDR-Mark den Wagen, den er damals noch täglich fuhr. „Ich war jung, hatte das Auto gekauft und gleich etwas sportlicher gemacht“, erinnerte er sich. Heute fährt er sein Goldstück nur bei gutem Wetter und zu bestimmten Anlässen, wie eben dem Oldtimertreffen.

Jedes Fahrzeug hat seine Geschichte. Und jeder Fahrzeugbesitzer eine Geschichte, die er mit seinem Oldtimer verbindet. So auch Burkhard Lindecke aus Gardelegen. Der leidenschaftliche Motorradfahrer kaufte seine 250 Trophy (Baujahr 1959), als er 17 Jahre als war und zahlte damals 1100 DDR-Mark dafür. „Mit 17 Jahren durfte ich das Motorrad gar nicht fahren, tat es aber trotzdem.“ Er kaufte es sich damals von seinem Lehrlingslohn und war mächtig stolz. Der rote Benziner mit 16 PS steht heute in der Garage und wird nur zu bestimmten Anlässen rausgeholt.

Noah (6) sah die tollen Oldtimer und wollte unbedingt auf einem sitzen.

Nachdem alle Oldtimer-Liebhaber sich ausgetauscht hatten, ging es um 10 Uhr zur Herbstausfahrt über Hemstedt, Algenstedt, Schenkenhorst, Estedt und Wiepke nach Zichtau. Dort wurde eine kleine Kaffeepause gemacht. Dann ging es weiter nach Schwiesau, Breitenfeld, Jeggau, Peckfitz und Dannefeld nach Miesterhorst zur Gaststätte „Zur Schmiede“, wo ein warmes Mittagessen auf alle wartete. Nach dem sich alle gestärkt hatten, fuhren sie mit ihren Autos zu Kaffee und Kuchen nach Letzlingen ins Gasthaus „Lüders“ und dann wieder zurück nach Gardelegen.

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