Gardelegens CDU-Stadtratsfraktion geht mit restriktiven SPD-Vorschlag zur Nutzung der Dorfgemeinschaftshäuser nicht mit

„Ich befürchte Diskussionen ohne Ende“

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Im Stadtgebiet gibt es mehr als 20 Dorfgemeinschaftshäuser – hier das in Lüffingen. Wer künftig bezahlen muss und wer nicht, darüber wird es wohl noch viele Diskussionen geben.

sts Gardelegen. Es wird wohl, das glaubt Jörg Gebur, der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion „das bedeutendste Thema der nächsten Monate“ sein. Nämlich die Frage, wie man die mehr als 20 Dorfgemeinschaftshäuser im Gardelegener Stadtgebiet einigermaßen unter einen Hut bringt.

Für ihn steht fest: „Wir als CDU hätten das Thema gar nicht aufgegriffen. “ Aber nun soll beispielsweise diskutiert werden, wer die kommunalen Gebäude für umsonst nutzen darf und wer nicht.

Der Vorschlag der SPD-Fraktion, nur Veranstaltungen des Ortschaftsrates und der Feuerwehr kostenfrei zu belassen und für alles andere Miete zu verlangen, sieht die CDU skeptisch. „Das sollte man erweitern“, erklärte Viola Winkelmann während eines CDU-Pressegesprächs. Die Frage ist: Was ist beispielsweise mit Rentnerweihnachtsfeiern, mit Feiern zum Frauentag und ähnlichem, die mitunter vom Ortschaftsrat initiiert werden. Oder Probenabende von Chören. „Wir werden nicht alles unter einen Hut kriegen“, erklärt dazu Miestes Ortsbürgermeister Kai-Michael Neubüser. So gebe es in Mieste, immerhin dem größten Dorf im Gardelegener Stadtgebiet, gar keinen kommunalen Raum mehr. Neubüser verwies auf ein weiteres Problem: „Wir sollten die Zeitschiene nicht aus den Augen verlieren“, also auch irgendwann eine Entscheidung treffen. Was Gebur wiederum für schwierig erachtet: „Ich befürchte, dass das Diskussionen ohne Ende geben wird.“ Denn das Thema Dorfgemeinschaftshäuser sei „emotional besetzt“ – jeder kenne irgendjemanden, der die Häuser seinerzeit mit aufgebaut oder saniert habe

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