Verdienstnadel in Gold des Landesjagdverbandes für den engagierten Weidmann aus Estedt

Hohe Auszeichnung für Berthold Volber

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Berthold Volber hat vom Landesjagdverband die Verdienstnadel in Gold erhalten.

Estedt. Berthold Volber wurde während der Landesdelegiertenkonferenz des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt, die kürzlich in Wernigerode stattfand, mit der Verdienstnadel in Gold des Landesjagdverbandes Sachsen -Anhalt ausgezeichnet.

Berthold Volber, der in Estedt wohnt, ist seit mehr als 50 Jahren aktiver Jäger und seit 25 Jahren ist er in seinem Niederwildrevier in Schenkenhorst in vorbildlicher jagdlicher Art und Weise engagiert. Das teilt der Landesjagdverband in einer Presseerklärung mit. Niederwild und Bodenbrüter brauchen die offene Kulturlandschaft, den Landwirt und den Jäger. Mittels Hecken, Feldgehölzen und Blühstreifen sollen die Bedingungen für Feldhasen, Rebhühner, Fasane, Krick- und Stockente und Feldlerchen verbessert werden. Doch Fuchs und Waschbär, Marderhund und Mink machen die Bemühungen zunichte. Wiederholt fiel Berthold Volber mit Spitzenergebnissen in der Raubwild- und Raubzeugbejagung positiv auf. So konnte er zusammen mit seinem Bruder Kurt Volber und seinem Sohn in den vergangenen Jahren mehr als 500 Stück Raubwild und Raubzeug zur Strecke bringen. Der Rekord in der Waschbärenbejagung wurde von ihm und seiner „Mannschaft“ im vergangenen Jagdjahr mit 101 erlegten Waschbären auf 600 Hektar aufgestellt. Einen rasanten Anstieg beobachtete Berthold Volber seit dem Jahr 2008. Ab 2009 hat sich das Verhältnis zur Bejagung des Fuchses umgekehrt: Mit den Fallen fängt er inzwischen mehr Waschbären als Füchse.

Hat er die Folgen des massenhaften Auftretens des kleinen Bären schon gespürt? „Bei Feldhasen, Stock- und Krickenten und Fasanen ist der Bestand relativ stabil, aber nur aufgrund der täglichen Raubwild- und Raubzeugbejagung“, meint Berthold Volber.

Da ist es auch kein Wunder, dass sein Revier immer mehr für die praktische Jungjägerausbildung genutzt wird, insbesondere beim Thema Raubwild und Fallensysteme. Sein Revier ist eines von drei Referenzreviere des Landesjagdverbandes, in dem die Auswirkungen der Ausbreitung von Waschbär, Marderhund und Mink auf das heimische Niederwild und Feldvögel untersucht werden soll. Dazu gehört neben der Fallenjagd auch die Testung von besonders niederwildfreundlichen Saaten.

Im Februar 1965 begann seine jagdliche Laufbahn. Neben verschiedenen anderen Funktionen war er langjähriges aktives Mitglied im Vorstand der ehemaligen Jagdgesellschaft Gardelegen. Als Hundeführer war Berthold Volber über 45 Jahre als Führer Deutscher Drahthunde unterwegs, bis er in den letzten Jahren auf Teckel umstellte und heute einen Münsterländer führt.

Jahr für Jahr gibt er Hundeführern die Möglichkeit, in seinem Revier in Vorbereitung der Jugendprüfung die Hasenspur zu üben. Durch den guten Hasenbesatz in seinem Revier ist das nicht nur für den jeweiligen Hund ein besonderes Erlebnis.

Seine jahrzehntelange Erfahrung im Umgang mit der Niederwildhege und den Möglichkeiten, Raubwild und Raubzeug nachzustellen, auch im Sinne der Meisterung immer komplizierterer Rahmenbedingungen, werden von im gerne an alle Weidgenossen und insbesondere an Jungjäger weitergegeben. So wurden im Laufe der Jahre durch seine Revierberichte jagdliche Veranstaltungen und Jägerkonferenzen in der Altmark zu echten Weiterbildungsveranstaltungen und dem Thema Niederwildhege als wichtiger Bestandteil der zukünftigen Jagdstrategie und Jagdpraxis entsprechend Achtung erwiesen.

Seine Persönlichkeit und sein jagdliches Engagement in allen Facetten der täglichen Jagdausübung können als Paradebeispiel eines überdurchschnittlichen aktiven Mitglieds des Deutschen Jagdverbandes bewertet werden.

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