„Respekt“: Musiker der unterschiedlichsten Stilrichtungen machten im Gardelegener Lindenhofgarten ihr Ding

„Das ist hier einfach so´n Familiending“

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Sin Arrest aus Mieste brachte Alternative Metal und darüber hinaus jede Menge Konfetti zur Freiluftparty mit.

hb Gardelegen. Sie waren direkt in ihrer Sprache, sie waren laut und wild und sie waren unter sich. Am Hansefestwochenende war die Freilichtbühne im Gardelegener Lindenhofgarten ganz in der Hand junger Musiker.

Unter dem Motto „Rap’n Roll“ kamen dort an drei Tagen alle auf ihre Kosten, die auf Mucke zwischen Hiphop, Electro oder Rock stehen.

Rapper Vit Armin B „Straight ausm Osten“, dessen Lieder durchaus sozialkritisch waren.

So unterschiedlich wie deren Fans sind – diesmal erwiesen sie sich alle „Respekt“. Das Szenewort der Hiphopper galt für alle. Mitorganisator und Rapper Mezia, mit bürgerlichem Namen Mathias Philipp, musste den nicht erst einfordern. „Egal, woher Ihr kommt, Ihr beweist heute, dass das funktioniert“, sagte er auf der Bühne. „Das ist hier einfach so’n Familiending.“ Und das war es auch. Heavy-Fans hörten sich auch die Rap-Einlagen an, genauso wie die Hiphopper für die Metaller applaudierten.

Viele Fans von Rap, Metal und Electro feierten wäh rend des Hansefest-Wochenendes friedlich vereint vor der Lindenhofgartenbühne in Gardelegen. Biermann

Der Freitag stand zunächst im Zeichen der Electromusik, mit DJ’s aus Gardelegen wie Lokko, Oli Wear, BMP Sheep Johannes Böhm. Am Sonnabend wurde es live. Den Auftakt machten Yascha, Punkrocker aus Gardelegen, die spätestens seit dem letzten Metal Frenzy Festival vielen bekannt sein dürften. Ebenfalls Lokalmatadore waren Sin Arrest aus Mieste, die zu späterer Stunde rockten, und zwar alternativ. Und alternativ zu seinen Songs hatte Sänger Fabio den Fans auch etwas zum Spielen mitgebracht, nämlich einen Riesensack Konfetti. Für sozialkritische Texte und freche Wortspiele sorgten Rapper wie Vit Armin B, Osthopmovement und Mezia aus Gardelegen, der die sich auch diesmal wieder engagiert in die Organisation eingebracht hatte.

An Spaß und Abwechslung fehlte es also nicht auf der Jugendbühne im Lindenhofgarten. Dass sie friedlich zusammen Musik machen und feiern können, bewiesen vor allem am Sonnabendabend hunderte junge Leute.

Und auch etwas anderes fiel auf, vielleicht besonders an dieser Bühne: Immer wieder kam von den Musikern der verschiedensten Stile ein Dankeschön an die Veranstalter und auch an die Techniker, ohne die das Event nicht möglich gewesen wäre.

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