Unweit der Übungsstadt Schnöggersburg befindet sich eine 1,7 Kilometer lange Landebahn

Feuertaufe bestanden: Transall landet in der Heide

+
Diese Transall-Maschine landete kürzlich auf dem neuen Flugplatz unweit der noch im Bau befindlichen Bundeswehr-Übungsstadt Schnöggersburg. Es handelte sich um einen Testflug, ob die naturbelassene Landebahn das Gewicht auch aushält.

Letzlingen. Es ist zwei Wochen her. Da fand die Feuertaufe für die neue Landebahn auf dem Flugfeld unweit der Bundeswehr-Übungsstadt Schnöggersburg statt.

Eine Transall-Maschine nahm Kurs auf die Colbitz-Letzlinger Heide, näherte sich von Norden aus Richtung Stendal dem Truppenübungsplatz Altmark und nahm Kurs auf die 1,7 Kilometer lange Landebahn knapp einen Kilometer nordöstlich von Schnöggersburg. Diese Landung – die Transall-Maschine startete anschließend wieder zum Rückflug – war eine Probe für die Landebahn, die es bereits zu Zeiten der Roten Armee gab. Der Bauherr von Schnöggersburg, das „Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr“, wollte nach erfolgter Modernisierung überprüfen, ob die Landebahn am Rande eines Waldstücks auch wirklich hält. Ob sie das tonnenschwere Ungetüm aushält. Ergebnis: Es hat geklappt.

Denn diese Landebahn ist eine so genannte Behelfslandebahn und unbefestigt. Der Untergrund besteht aus einem Gemisch aus Erdboden, Gras und Moos. Entsprechend verdichtet, hält er nun auch die Landung einer Transall aus. Aber nicht permanent. Deshalb wird die Nutzung dieses Flugplatzes nur eingeschränkt möglich sein. „Etwa 20 Landeanflüge pro Jahr“ halte die Landebahn aus, erklärte Hauptmann Frank Würpel während des Medientages der Bundeswehr am Mittwoch. Zu viele Starts und Landungen würden das Erdreich aufreißen, die Festigkeit des naturbelassenen Untergrunds wäre nicht mehr gewährleistet.

Der Bundeswehr-Flugplatz soll im ersten Quartal 2017 fertig sein. 

Von Stefan Schmidt

Kommentare