Neue Satzung: Stadt will keine freilaufenden Hunde mehr

Hasso und Waldi an die Leine

Gardelegen. Hasso und Waldi sollen bald komplett an die Leine gelegt werden. Das sieht ein Vorstoß des Gardelegener Ordnungsamtes vor.

Wie Amtsleiterin Birgit Matthies erläutert, bereite die Verwaltung derzeit eine Satzungsänderung mit dem Ziel vor, dass künftig im gesamten Stadtgebiet – also auch in den Dörfern – eine Anleinpflicht für Hunde besteht. Wenn sich ein Hundebesitzer nicht daran hält und erwischt wird, riskiert er ein Bußgeld. „Hoffentlich zum Ende dieses Jahres“, so Birgit Matthies, könnte der Gardelegener Stadtrat diese neue Regelung beschließen.

Bisher hat die Stadt keine zwingende rechtliche Handhabe gegen Hundebesitzer, die ihr Tier nicht anleinen. Es sei denn, vom Tier gehe „eine Gefahr aus“, wie Birgit Matthies erklärt. Dieser leicht dehnbare Begriff gilt beispielsweise dann, wenn ein frei laufender Hund andere Tiere – Katzen, Hühner, aber auch andere Hunde – angreift. Oder wenn Bello sogar Menschen angreift. „Derzeit haben wir vier Fälle auf dem Tisch“, schildert die Ordnungsamtsleiterin, „bei denen es um Hundeattacken geht.“ Gefährlich kann es aber auch werden, wenn Waldi freudestrahlend auf einen Spaziergänger zuläuft und ihn schwanzwedelnd anspringt, der Passant dies aber eher als bösartige Attacke empfindet. Auch in diesem Fall droht Hundebesitzern schon jetzt ein Bußgeld.

Forciert wird die neue Satzung, die eine generelle Anleinpflicht für jeden Hund vorsieht, von vielen Ortsbürgermeistern. Das bestätigt Stadt-Bürgermeister Konrad Fuchs. Während der jüngsten Ortsbürgermeistrerrunde sei das Thema nochmals auf den Tisch gekommen.

Für Hundebesitzer gilt generell: Wer sich einen Hund anschafft, der muss ihn binnen zwei Wochen beim Ordnungsamt anmelden. Wird ein Hund geboren, hat der Besitzer drei Monate Zeit, um ihn anzumelden. Wer einen Hund aus dem Gardelegener Tierheim holt, dem wird ein Jahr lang die Hundesteuer erlassen.

Von Stefan Schmidt

Rubriklistenbild: © Schmidt

Kommentare