Tausende Besucher an drei Tagen in der Gardelegener Altstadt

Hansefest: Von Agadou bis Zebragulasch

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Musik – wenig textlastig, dafür aber stimmungsvoll: Die Saragossa Band mit Hits wie „Za Za Zabadak“ und „Agadou“.

Gardelegen. Manch einer schaute verdutzt, blieb kurz stehen – aber probieren mochten die wenigsten. Am kenianischen Imbissstand gab es Krokodilfleisch und Zebragulasch – nicht jedermanns Geschmack. Aber immerhin erhältlich.

Keine Frage: Wer Hunger hatte, der wurde beim Gardelegener Hansefest, das von Freitagnachmittag bis zum gestrigen frühen Abend in der Altstadt stattfand, garantiert satt. Das kulinarische Angebot zwischen Aschberg und Nikolaikirche war reichhaltig, ebenso wie die musikalische Vielfalt. Die MDR Sachsen-Anhalt-Party lockte bereits am Eröffnungsabend tausende Besucher auf den Holzmarkt. Dort sorgte vor allem die Saragossa Band, bekannt geworden mit Hits wie „Za Za Zabadak“, „Big Bamboo“, „Agadou“ und „Rastaman“ aus den späten 1970er Jahren, für Stimmung. Parallel ließ die Stendaler Formation „Nobody Knows“ auf der eigentlich irischen Bühne an der Nicolaistraße die Luft brennen. Zumal es spätabends eine Premiere gab: Ein ebenso spektakuläres wie teilweise ohrenbetäubend-lautes Höhenfeuerwerk, vom benachbarten Bürgerpark aus in den Nachthimmel geschossen.

Etwas enttäuschend war hingegen die Teilnehmerzahl beim Nachwuchswettbewerb „Gardelegen sucht das Supertalent“ auf der Regionalbühne am Aschberg: Nur fünf der neun angekündigten Darbietungen fanden statt. Rund um das Rathaus gab es Heimatliches: Der Miester Fremdenverkehrsverein warb für den Drömling, der Jävenitzer Heimatverein für das 725-jährige Ortsjubiläum. Und auch die Hansekogge der Stadt Gardelegen war ein beliebter Anlaufpunkt.

Von Stefan Schmidt

Das Hansefest 2016 in Gardelegen

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