Kein einziges Sozialausschuss-Mitglied stimmt für Änderung der Schuleinzugsbereiche

Grundschule Estedt: Das Ende naht

+
Wie lange noch Grundschüler in die Estedter Schule gehen, ist derzeit noch nicht entschieden. Geht es nach dem städtischen Sozialausschuss, wird die Einrichtung im Sommer mangels ausreichender Schülerzahlen geschlossen.

Estedt. Die Tage der Estedter Grundschule sind möglicherweise bald gezählt.

Zumindest hat der Gardelegener Sozialausschuss, in dessen Zuständigkeit auch Schulen fallen, während seiner Zusammenkunft am Dienstagabend einer – zwingend nötigen – Änderung von Schuleinzugsbereichen nicht zugestimmt. Dies tat bei der abschließenden Abstimmung kein einziges Ausschussmitglied.

Aber um die Peter-Härtling-Grundschule in Estedt auf Jahre hinaus erhalten zu können, müssten zusätzliche Schüler her. Darauf machte Stadtverwaltungs-Mitarbeiter Norbert Bucklitsch aufmerksam. Und zwar nicht nur so, dass die derzeit vorgeschriebene Mindestschülerzahl von 60 gerade so erreicht wird. Man bräuchte quasi einen Puffer, also deutlich mehr als die vorgeschriebene Schülerzahl, um auf mindestens 15 Jahre im Voraus planen zu können.

Die Gardelegener Stadtverwaltung legte mehrere Varianten zu Estedt vor. Die erste mögliche Schuleinzugsbereichs-Änderung: Kinder aus Solpke, Jerchel und Jeseritz werden künftig in Estedt eingeschult. Dies würde beispielsweise für Erstklässler aus Jeseritz eine Fahrtstrecke von mindestens 20 Kilometern bedeuten.

Die zweite Variante: Kinder aus Hemstedt, Weteritz, Jeggau, Breitenfeld sowie aus dem Nordwesten der Kernstadt (Ackendorfer Landstraße, An der Koppel, Dr.-Albert-Schweitzer-Straße, Dr.-Robert-Koch-Straße, Neuer Steinweg, Matthias-Claudius-Straße, Weteritzer Landstraße, Ziepeler Weg) müssten mit Bussen nach Estedt gebracht werden. [...]

Von Stefan Schmidt

Der komplette Artikel steht heute in der gedruckten sowie auch in der digitalen Ausgabe.

Kommentare