Verabschiedung der Viertklässler aus der Evangelischen Grundschule in Gardelegen / Blutahorn wurde gepflanzt

Die Großen gehen, die Kleinen kommen

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Mit einem großen Leintuch auf dem „Die Großen gehen, die Kleinen kommen“ stand, verjagten die Erstklässler die Viertklässler aus dem Schulhof in die weite Welt hinaus.

Gardelegen. „Pünktlich läutet das Klingelzeichen zum Ende der vierten Stunde, zum Ende der vierten Klasse“, sagte Schulleiterin Katrin Niemeyer und schaute auf ihre Schützlinge, von denen sie sich gestern verabschieden musste.

Für 21 Jungen und Mädchen aus Gardelegens Evangelischer Grundschule hieß es Abschied nehmen. Sie haben jetzt ihre Grundschulzeit hinter sich und machen Platz für die neuen Erstklässler.

Gestern wurden sie auf dem Schulhof mit einer großen Abschiedsfeier von ihrer Schulleiterin, Klassenlehrerin Jenny Klingbeil und allen weiteren Grundschülern der Schule gebührend verabschiedet. Und auch die Viertklässler bedankten sich bei ihren Eltern, Lehrern und Mitschülern für die ersten wichtigen Schritte, die sie mit ihnen gemeinsam gegangen sind, mit einem kleinen Programm aus Gesang und Tanz. Den Text für ihr Abschlusslied „Wir gehen raus“ – das auf der Melodie von Andreas Bouranis „Astronaut“ beruht – haben sie anlässlich ihres Abschlussfeier selber gedichtet.

Zum Abschluss bekam jeder von ihnen ein kleines Andenken an seine tolle Grundschulzeit. Und wie damals bei der Einschulung seines Enkels Oscar brachte auch diesmal Brieftauben-Hobbyzüchter Günter Hoop 21 Brieftauben mit, die aus dem Käfig rausgelassen wurden. „Dann kann man symbolisch sehen, wie 21 Kinder aus der Schule fliegen“, sagte der stolze Großvater. Und geflogen sind sie, besser gesagt verjagt worden. Mit einem großen Leinentuch, auf dem „Die großen gehen und die kleinen Kommen“ stand, verjagten die Erstklässler die Großen symbolisch vom Schulhof.

Und damit man die Viertklässler nicht vergisst, pflanzten sie als Andenken noch einen Blutahorn im Bürgerpark. Als sie dann zum Feiern wieder den Schulhof zurück kamen, dann „tun sie dies als Gäste, denn sie sind jetzt offiziell mit ihrer Grundschulzeit fertig“, erklärte Schulleiterin Katrin Niemeyer. Im Anschluss wurde bis in den späten Nachmittag gespielt, ausgiebig gequatscht, gegrillt und sich am frischen Obstbufett bedient.

Von Marilena Berlan

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