Appell von Letzlingens Ortsbürgermeisterin, das Straßengrün doch selbst zu mähen

Der Griff zum Rasenmäher

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Vor zahlreichen Grundstücken an der Magdeburger Straße in Letzlingen ist der Grünstreifen gemäht und gepflegt. Es gibt aber auch die anderen Stellen, wo das Unkraut hoch wuchert. Regina Lessing bittet nun darum, doch selbst Hand anzulegen, auch wenn man nicht muss.

Letzlingen. Die Grünpflege ist überall ein großes Problem – so auch in Letzlingen, kam Ortsbürgermeisterin Regina Lessing während der jüngsten Ortschaftsratssitzung auf ein großes Anliegen zu sprechen.

„Man muss seinen Hut ziehen vor jedem Bürger, der noch nach dem alten Motto „Eigentum verpflichtet“ arbeitet und auch die Grünfläche vor seinem Grundstück mäht.“

Dem gegenüber gibt es aber auch jene, die mit dem Gesetz im Rücken genau das ablehnen. Das dürfen sie auch. Denn dazu gibt es laut Ortsbürgermeisterin ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichtes. Laut Straßenreinigungssatzung sei der Eigentümer für sein Grundstück, den Gehweg und Hochbord zuständig, während der Grünstreifen in die Verantwortung des jeweiligen Baulastträgers fällt. „Doch da das Grün überall gleich wächst, kommen die Männer nicht rum“, so Lessing. Und in Letzlingen sind die Grünstreifen an der Magdeburger Straße sehr breit, „was uns der Kaiser eingebrockt hat, der hätte die Straße früher ja nicht so breit bauen müssen“.

Doch das sei nicht zu ändern. Deshalb möchte sie an diejenigen, die bisher noch nicht aktiv geworden sind, appellieren, in sich zu gehen und zu fragen: „Wenn ich dort wohne und Ordnung haben will, dann mache ich das bis zur Straße vor selbst, auch wenn ich Steuern und Kehrgeld zahle – und wir es nicht verlangen können.“ Früher ging es doch auch. Denn, das machte die Ortsbürgermeisterin deutlich: „Aus der Kraft der Verwaltung ist das nicht zu bewältigen.“ Dabei möchte doch jeder im Dorf, dass das Dorf gut aussehe. Ins Auge steche aber das, was nicht in Ordnung sei.

Von Elke Weisbach

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