Vor-Ort-Termin: Zweimal im Jahr bringt Stadt die Grünflächen an der B 71 in Letzlingen in Ordnung

Gräben werden nun ausgebaggert

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Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig, Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing und Bauamtsmitarbeiter Daniel Langer trafen sich am Montag mit den Anwohnern der Magdeburger Straße, um das Grabenproblem zu besprechen.

Letzlingen. Auch wenn das Grün derzeit nicht mehr wirklich grün ist, so muss es doch gepflegt werden. Das gilt auch für die straßenbegleitenden Grünflächen in den Orten.

Die gemauerten Einläufe in die Gräben sind zum Teil kaputt und müssen erneuert werden. Die Ablaufrohre sind zum Teil versandet.

Doch wer dafür zuständig ist, daran scheiden sich manchmal die Geister – vor allem in Letzlingen an der Magdeburger Straße in dem Bereich, wo der breite Grünstreifen auch noch mit einem tiefen Graben zum Ableiten des Regenwassers durchzogen ist. Vor allem den älteren Anwohnern kann nicht zugemutet werden, dass sie sich in die Tiefe begeben, um zu mähen.

Die Querelen darüber dauern schon länger an. Mittlerweile gibt es auf Betreiben eines Anwohners auch ein entsprechendes Urteil des Oberverwaltungsgerichtes, dass der Eigentümer für die Reinigung seines Grundstücks, für den Gehweg und den Hochbord zuständig ist, während der Grünstreifen in die Verantwortung des jeweiligen Baulastträgers fällt. Damit sind die, die derzeit die Arbeiten ruhen lassen, im Recht. Doch das Gras wächst und die Verwaltung schafft es nicht, überall regelmäßig für Ordnung zu sorgen. Als daraufhin Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing öffentlich appellierte, dass die Grundstückseigentümer doch wieder selbst zum Rasenmäher greifen möchten (AZ, 26. August), ist für manchen das Maß voll. Dazu kommt, dass die Ablaufkanäle in den Gräben zum Teil versandet und einige steinerne Einläufe kaputt sind. Auch das wurde von den Anliegern schon mehrfach angemahnt, vor kurzem auch noch einmal von Rosita Kesten, die sich direkt an Gardelegens Bürgermeisterin Mandy Zepig wandte. Diese war auch bei ihr vor Ort, schaute sich alles an und versprach, sich darum zu kümmern.

Eine Lösung muss noch für den Bewuchs der Hochborde her.

Das tat sie auch, wenn es manchen auch etwas zu lange dauerte. Doch es mussten von Seiten der Verwaltung noch einige Angebote eingeholt werden. Am Montag nun gab es ein Treffen aller Beteiligter vor Ort. Neben Zepig und Lessing war auch Bauamtsmitarbeiter Daniel Langer vor Ort, um mit den Anliegern zu sprechen. Und Gardelegens Bürgermeisterin hatte für die Anlieger erst einmal positive Neuigkeiten mitgebracht. In der kommenden, spätestens in der Woche darauf werden die Gräben ausgebaggert und es werde auf den Grünflächen für Ordnung gesorgt. Diese Grundreinigung soll künftig zweimal im Jahr erfolgen, und zwar einmal nach dem Winterdienst im April und einmal im Herbst nach dem Fall des Laubes, damit dieses dann auch gleich aus den Gräben entfernt ist. Nach der ersten, nun anstehenden Grundreinigung wird das Gardelegener Bauamt sich zudem die Schäden an den Rohren und Einläufen genau ansehen und gemeinsam mit den zuständigen Behörden des Baulastträgers nach Lösungen suchen.

Die Stadt werde es aber auch künftig nicht schaffen, regelmäßig zu mähen, so Zepig, auch wenn sie dafür zuständig sei. Denn die damals noch eigenständige Gemeinde Letzlingen habe mit dem Baulastträger nach der Sanierung der Bundesstraße 1993 einen Vertrag abgeschlossen und gegen eine bestimmte Summe, die nicht mehr vorhanden ist, die Pflege des straßenbegleitenden Grüns übernommen. Deshalb bat Gardelegens Bürgermeisterin nun ihrerseits darum, dass die Anlieger künftig wenigstens oberhalb der Gräben mähen, was auch nicht sofort verneint wurde.

Was nun noch offen ist, ist die Reinigung der Hochborde, an denen ebenfalls die Pflanzen wuchern. Die Kehrmaschine, die regelmäßig die vielbefahrene Bundesstraße reinigt, schafft es nicht, diese zu beseitigen. An einer Lösung dafür müsse noch gearbeitet werden, erklärte Zepig auf entsprechende Nachfrage.

Von Elke Weisbach

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