Neue Friedhofssatzung der Stadt Gardelegen soll Alkoholkonsum und Feiern verhindern

Am Grab: Stulle und Wasser erlaubt

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Auf dem Gardelegener Friedhof – wie auf allen anderen Friedhöfen im Stadtgebiet – darf kein Alkohol getrunken werden. Einen Schluck Wasser zu sich zu nehmen, ist aber gestattet.

Gardelegen. „Zu essen und zu trinken. “ Diese Tätigkeiten sollen nach der Friedhofssatzung der Stadt Gardelegen auf dem Gelände der städtischen Friedhöfe nicht gestattet sein.

Dieser Passus steht in dem neuen Schriftstück, das die Gardelegener Stadträte bei ihrer nächsten Sitzung am Montag, 14. September, beschließen sollen. Genauer: Ordnungsvorschrift II, Paragraph 5 („Verhalten auf dem Friedhof“), Absatz 3 h. Dieses Ess- und Trinkverbot beschäftigte die Mitglieder der Linken-Fraktion während ihrer jüngsten Zusammenkunft, die in den Räumen der Jävenitzer Kindertagesstätte stattfand.

Sieghard Dutz warf die Frage auf, ob es älteren Friedhofsbesuchern künftig verboten sei, beispielsweise eine Flasche Wasser oder eine Stulle mit auf den Friedhof zu nehmen. „Das muss weiterhin erlaubt ein“, forderte er. Gudrun Gerecke sah „dies alles nicht so eng“ an und verwies auf mögliche Partys, die auf dem Gardelegener Friedhofsgelände stattfinden könnten.

Bürgermeisterin Mandy Zepig, auf den Passus angesprochen, sieht dies genauso. „Natürlich darf jemand eine Wasserflasche mit auf den Friedhof nehmen“, betont sie. Verhindert werden soll hingegen, dass auf dem Areal gefeiert werde oder Alkohol getrunken werde. Oder wie es in der Ordnungsvorschrift II, Paragraph 5, Absatz 1, heißt: „Jeder hat sich auf den Friedhöfen der Würde des Ortes (...) entsprechend zu verhalten.“

Von Stefan Schmidt

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