Entfernung von Robinien im Köckter Park für Bolzplatz zu schaffen / Bäume in schlechtem Zustand

Gefällte Bäume in Köckte sorgen für Unmut

+
In der Nähe des Teiches im Köckter Park in der Dorfmitte wurden Bäume gefällt, um Platz für einen geplanten Bolzplatz für die Kinder zu schaffen. Außerdem waren die Bäume laut Gutachter in einem sehr schlechten Zustand.

Köckte. Im Köckter Park in der Ortsmitte wurden in den vergangenen Tagen zahlreiche Bäume gefällt. Das bringt bei einigen Einwohnern das Blut in Wallung, was auch Ortsbürgermeister Henry Seiler schon zu spüren bekam.

Dabei soll an besagter Stelle in der Nähe des Teiches ein Angebot für die Kinder im Ort entstehen, nämlich ein Bolzplatz.

Da der Köckter Sportplatz etwas außerhalb liegt und sich nicht mehr in den Händen der Kommune befindet, erklärte Henry Seiler auf Nachfrage der AZ, beschloss der Köckter Ortschaftsrat bereits im Frühjahr dieses Jahres während seiner öffentlichen Sitzung, dass für die Kinder im Ort als Ausgleich ein kleiner Bolzplatz angelegt werden soll. Die entsprechenden Mittel wurden bei der Stadt beantragt. Und das Geld dafür auch als außerordentliche Ausgabe vom Stadtrat beschlossen.

Als geeigneten Ort sahen die Ortschaftsratsmitglieder die Fläche am Köckter Stadtweg an, wo in diesem Jahr der Neubau abgerissen wurde. Bei einem Vor-Ort-Termin mit der Stadt wurde allerdings deutlich, dass diese Fläche zwischen den Eigenheimen ungeeignet ist. Gemeinsam wurde nach einer Alternative gesucht und im Park in der Nähe des Teiches gefunden. Denn in unmittelbarer Nachbarschaft gibt es bereits den Spiel- und den Volleyball-/Basketballplatz. Um Platz für den Bolzplatz zu schaffen, mussten allerdings einige Bäume in dem Bereich gefällt werden. Das war von vornherein klar und der Ortschaftsrat war damit auch einverstanden.

Bei näherer Betrachtung der Bäume – auch ein Baumgutachter war vor Ort – stellte sich dann zudem heraus, dass die meisten in nächster Zeit hätten sowieso gefällt werden müssen, weil sie in einem sehr schlechten Zustand waren. Sie waren nicht nur alt und standen teilweise schräg, sondern einige waren auch hohl und im Kronenbereich von einem Pilz befallen. Außerdem handelte es sich zum größten Teil um Robinien – nur eine brüchige Linde wurde entfernt –, die als Bepflanzung für Spielplätze gänzlich ungeeignet sind. Das bestätigt auch Dagmar Bauer, die in der Stadtverwaltung für den grünen Bereich zuständig ist. Die Rinde und die Samen der Robinie sind giftig. Und wie schnell heben Kinder mal was vom Boden auf und stecken es in den Mund. Und gefällt wurden die Bäume jetzt, weil das nur außerhalb der Vegetationszeit – außer es ist Gefahr im Verzug – gemacht werden darf. Für die gefällten Bäume gibt es natürlich Ersatzpflanzungen. Wo und welche Bäume es sein werden, wird noch beraten.

Von Elke Weisbach

Kommentare