Versammlung des Gardelegener Wasserverbandes segnet Erhöhung der Trinkwassergebühr ab

Gebühr für Schmutzwasser sinkt

+
Die Gebühren für Trinkwasser werden ab Januar um zehn Cent pro Kubikmeter steigen. Das hat die Verbandsversammlung einmütig beschlossen.

Gardelegen. Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt, so rechnete Katja Rötz, die Geschäftsführerin des Gardelegener Wasserverbandes, vor, werde sich die Kostenumstellung lohnen.

Denn er müsste bei einem Pro-Kopf-Verbrauch von 30 Kubikmeter pro Jahr etwa 14 Euro weniger bezahlen als bisher.

Kurz nach dieser Aussage segnete die Verbandsversammlung des Wasserverbandes Gardelegen während ihrer Sitzung am Dienstagabend den Vorschlag der Geschäftsführung ab, die Gebühren für das Trinkwasser zu erhöhen. Und zwar um zehn Cent pro Kubikmeter auf bald 1,15 Euro. Bisher müssen Kunden 1,05 Euro zahlen.

Parallel wird aber der Preis für Schmutzwasser gesenkt. Auch das hat die Verbandsversammlung einmütig beschlossen. Der bisherige Preis von 2,65 Euro pro Kubikmeter geht zum neuen Jahr auf 2,43 Euro – also um 22 Cent – nach unten.

Grund für die Erhöhung des Trinkwasserpreises sei die allgemeine Preissteigerung, darüber hinaus nach Angaben von Katja Rötz die Erhöhung der Personalkosten sowie die „Berücksichtigung der zulässigen Eigenkapitalverzinsung.“ Andererseits: Die Senkung der Schmutzwassergebühren ist auf eine Kostenüberdeckung aus dem Jahr 2013 in Höhe von 375 000 Euro zurückzuführen. Dazu komme der Rückgang der Stromkosten.

Die Grundgebühr sowohl bei Trinkwasser als auch bei Schmutzwasser bleibt für den Normalverbraucher identisch. Auch dies erläuterte Katja Rötz. Beim Trinkwasser liegt diese Gebühr pro Jahr für die allermeisten Abnehmer bei 48 Euro, Für Schmutzwasser muss eine jährliche Grundgebühr von 36 Euro bezahlt werden. In zwei anderen Bereichen gibt es allerdings Preiserhöhungen – die aber nur wenige Grundstücksbesitzer betreffen. Zum einen wird die Gebühr für die Fäkalschlammabfuhr aus Kleinkläranlagen um 1,44 Euro auf dann 41,15 Euro pro Kubikmeter erhöht. Und auch die Kosten für die Fäkalwasserabfuhr aus abflusslosen Sammelgruben, die nur noch vereinzelt und dann in kleinen Dörfern existieren, steigt an. Und zwar um mehr als drei Euro auf bald 12,72 Euro pro Kubikmeter. All diese neuen Preise und Gebühren gelten nach dem Beschluss der Verbandsversammlung ab dem neuen Jahr und dann für den Zeitraum von drei Jahren.

Von Stefan Schmidt

Kommentare