Zustimmung zur positiven Eröffnungsbilanz mit stolzem Hab und Gut sowie geringen Schulden

Gardelegen: In den Top-Ten bei den Finanzen

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Der diplomierte Verwaltungsbetriebswirt Torsten Arends (r.) stellte den Mitgliedern des städtischen Finanz- und Wirtschaftsausschusses die Eröffnungsbilanz vor, von deren gutem Ergebnis er sich auch begeistert zeigte.

Gardelegen. Er referierte mit Schwung und Begeisterung angesichts der Zahlen, die er in Eckpunkten vorstellte. Denn Torsten Arends von der Beratergesellschaft UelzenerDoppik stellte den Mitgliedern des städtischen Finanz- und Wirtschaftsausschusses am Mittwoch die Eröffnungsbilanz vor.

Und die sieht sehr positiv aus. Oder wie Arends es ausdrückte: „Gardelegen, für mich zählt sie zu den Top zehn Kommunen in Sachsen-Anhalt. “.

Die Eröffungsbilanz konnte auch sehr zeitnah nach der Umstellung vorgelegt werden und wurde von der Kommunalaufsicht auch schon geprüft. Damit ist Gardelegen die erste Kommune in der westlichen Altmark, der das gelungen ist. Für Klötze, die bereits 2013 auf die doppelte Haushaltsführung umgestellt hat, rechnet Arends zum Ende des Jahres damit.

Der Eröffnungsbilanz vorangegangen war ein rund dreijähriger Kraftakt der städtischen Mitarbeiter, denn für die Eröffnungsbilanz musste das komplette Vermögen der Kommune erfasst werden, das auf der Aktivseite der Bilanz aufgelistet ist. Dazu gehören sämtliche Gebäude, bebaute und unbebaute Grundstücke, Straßen und Wege, Bäume, Außenanlagen, Maschinen, Fahrzeuge, technische Anlagen, Denkmäler sowie Stühle, Tische und Schränke in allen kommunalen Gebäuden, deren aktueller Wert in Euro umgesetzt wurde. Dazu kommt noch weiteres Vermögen als Finanzanlagen, beispielsweise aus Anteilen an verbundenen Unternehmen wie Wobau und Wasserverband sowie Beteiligungen der Stadt an Unternehmen wie Avacon, Kowisa und Saleg. Dazu kommen noch die liquiden Mittel, sprich das geldliche Vermögen der Stadt, von 7,2 Millionen Euro. „Schön, dass Sie darüber verfügen“, resümierte Arends. Alles in allem standen zum Stichtag 1. Januar 2015 damit auf dieser Aktiv-Seite als aktuelle Bilanzsumme fast 125 Millionen Euro. Im Vergleich mit den Witschaftsbetrieben gehört die Einheitsgemeinde laut Arends zu den großen Betrieben der Stadt.

Dem gegenüber gibt es die Passiv-Seite. Sie beinhaltet unter anderem die Verbindlichkeiten, sprich Schulden gegenüber Dritten, die mit 9,2 Millionen angegeben werden. Das sei eine „erfreuliche Summe“, wie Arends es ausdrückte, denn sie könnte, wenn man wollte, mit den liquiden Mitteln der Stadt fast in Gänze getilgt werden. Dazu kommen noch Rückstellungen und Altlasten, die fällig werden könnten, sowie weitere Sonderposten, in denen die Zuweisungen und Zuschüsse für Investitionen und Investitionsfördermaßnahmen der Stadt erfasst sind und zum Stichtag rund 50 Millionen Euro betrugen.

Rein rechnerisch bleibt der Stadt ein Eigenkapital von 62 Millionen Euro, was einer tollen Quote von knappen 50 Prozent zum Gesamtvermögen entspricht.

„Die Bilanz macht einfach Spaß zu lesen und zu sehen“, zog Arends am Ende ein mehr als positives Fazit. Und er hoffe, dass die Jahresbilanz 2015, die derzeit in Arbeit ist, zum Jahresende zur Prüfung gehen und die Jahresbilanz 2016 schon Mitte 2017 zur Prüfung vorgelegt werden kann. Damit wäre Gardelegen die erste Kommune in der westlichen Altmark, die ihre ersten testierten Jahresabschlüsse vorliegen hat.

Das waren Ausführungen, die die Mitglieder des Finanzausschusses gern hörten. Es gab auch kaum Nachfragen, so dass die Abstimmung über die Beschlussvorlage erfolgen konnte. Der Ausschuss sprach sich, wie auch schon der Bau- und der Sozialausschuss im Vorfeld, einstimmig für die Eröffnungsbilanz zum Stichtag 1. Januar 2015 aus.

Von Elke Weisbach

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