Deutlich mehr Entbindungen als vom Statistischen Landesamt noch vor Jahren vorausgesagt

Gardelegen: Geburtenrate stabil

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Die Neugeborenen aus dem Gardelegener Stadtgebiet kamen im vergangenen Jahr ganz überwiegend im Gardelegener Altmark-Klinikum zur Welt.

Gardelegen. Der Jahrgang 2014 ist im Gardelegener Stadtgebiet ein guter gewesen. Zumindest, was die Anzahl der auf die Welt gekommenen Kinder angeht. Die Zahl liegt bei 194 – damit ist die Geburtenrate seit mehreren Jahren stabil.

Ging die Zahl der Geburten mit dem Ende der DDR ab Anfang der 1990-er Jahre rapide nach unten (siehe Info-Kasten rechts) und erreichte im Jahre 1993 mit nur noch 123 Neugeborenen einen historischen Tiefstand, so hat sich die Zahl in den vergangenen Jahren zwischen 180 und 200 Geburten per anno eingependelt.

„Damit“, so freut sich Gardelegens Bürgermeister Konrad Fuchs, dessen Einwohnermeldeamt die Zahlen aktuell errechnet hat, „liegt Gardelegen deutlich über der Prognose des Statistischen Landesamtes aus dem Jahr 2009.“ Zieht man die Berechnung der Statistiker aus Halle zugrunde, Dann hätte es im abgelaufenen Jahr 2014 gerade mal 145 Entbindungen geben müssen. Diese eher düstere Voraus-Berechnung ist nicht eingetreten. Stattdessen gab es fast 50 Geburten mehr als vor fast sechs Jahren prognostiziert.

Und noch eine Zahl stimmt Fuchs optimistisch. Denn von den 194 zum Jahresende im Gardelegener Stadtgebiet registrierten Neuankömmlingen waren nicht alle Mütter Anfang 2014 in Gardelegen gemeldet. Fünf Neugeborene – mitsamt Familien – zogen im Laufe des Jahres erst nach Gardelegen. Schlussfolgerung des Bürgermeisters: „Wir haben keinen Wegzug junger Familien, sondern eher einen Zuzug.“ Gardelegen sei offenbar „attraktiv für junge Eltern.“

Von Stefan Schmidt

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