Männerchor „Eintracht“ Gardelegen feiert mit Festkonzert sein 135. Jubiläum

„Füllt mit Schalle feiernd die Halle“

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Unter der Leitung von Hans Eggert, der seit 1971 den Taktstock in der Hand hält, sang der Männerchor „Eintracht“ Gardelegen am Freitagabend, im Zuge des Festkonzertes zum 135. Jubiläum im Gardelegener Schützenhaus, mit zwei Zugaben insgesamt 20 traditionelle und moderne Lieder.

Gardelegen. „Wir geben unser Bestes“, aber wenn es an mancher Stelle nicht ganz so perfekt klinge, solle das Publikum dies wegen des Alters des Chores nachsehen, schmunzelte Hans-Joachim Exler am Freitagabend auf der Bühne des Gardelegener Schützenhauses.

Dann drehte er sich halb vom Publikum weg und verwies auf das große Banner mit der Aufschrift „135 Jahre Männerchor ‘Eintracht’ Gardelegen“.

Der Hinweis auf einen etwaigen Patzer hätte allerdings gar nicht sein müssen, denn nach unzähligen Probeabenden hatte der musikalische Leiter des Männerchores, Hans Eggert, „es uns allen so vermittelt“, meinte Peter Jaenicke, Vorstandsvorsitzender des Chores, dass nichts zu hören war, außer einer Riege leidenschaftlicher Sänger, denen die Puste noch lange nicht ausgegangen ist und hoffentlich noch lange nicht ausgehen wird.

Landrat Michael Ziche (l.) und Horst Benecke (r.) vom Sängerkreis Heide-Drömling waren zwei der Ehrengäste.

Denn ihr Beitrag zum kulturellen Leben wird nicht nur in Gardelegen geschätzt, sondern auch über die Stadt- und Landkreisgrenzen hinaus, betonte Ehrengast und Landrat Michael Ziche: Er persönlich sei „ein großer Freund der Chormusik“, so Ziche und freue sich stets, sich von den Leistungen der Sänger bei Veranstaltungen selbst überzeugen zu können. Das konnte der Landrat neben vielen weiteren Gästen ausgiebig tun. Charmant moderierte Chormitglied Hans-Joachim Exler den Abend: Das erste Lied „Eintracht und Liebe“, von dem wohl auch der Chorname von den Gründungsvätern abgeleitet worden war, solle bestimmend sein an diesem Abend und „’Füllt mit Schalle feiernd die Halle, Jubelchöre haltet bereit’. Das soll das Motto unseres heutigen Festkonzertes sein“, so Exler. Es folgten unter anderem die Lieder „Abschied vom Wald“ – gesungen im Doppelquartett, „Nachtgesang im Walde“, bei dem der Chor erstmalig vom Magdeburger Hornquartett instrumental begleitet wurde oder auch „Freude, schöner Götterfunken“. Nach einer Pause wurde es mit „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer“ oder „Über sieben Brücken“ moderner. „Männerchöre besingen gern die Heimat, noch gerner die Frauen und die Liebe und am gernsten das Trinken in allen Varianten“, leitete Hans-Joachim Exler den Schlussteil ein, bei dem die Lieder „Griechischer Wein“, „Die kleine Kneipe“ sowie das „Chianti-Lied“ gesungen wurden. Und zwar nicht nur vom Männerchor, sondern vom ganzen Saal.

Von Hanna Koerdt

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