Gardelegens Tourist-Information verzeichnet deutliche Steigerung vor allem bei Klassentreffen

Führungen: Viele buchen Beck

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Rupert Kaiser macht regelmäßig Stadtführungen in seiner Figur als Altbürgermeister Julius Beck. Mittlerweile buchen ihn viele Gruppen. Generell hat die Zahl der Stadtführungen zugenommen.

Gardelegen. Mit dieser Figur werden gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Seitdem Stadtverwaltungs-Mitarbeiter Rupert Kaiser in seiner Figur als Altbürgermeister Julius Beck Stadtführungen anbietet, wird er immer öfter gebucht.

„Die Mehrzahl unserer Stadtführungen laufen mit Rupert Kaiser“, sagt Gabriele Jülichs von der Gardelegener Tourist-Information. Wer also eine solche Führung bucht, dem wird stets auch immer Rupert Kaiser alias Julius Beck – gegen einen geringen Aufpreis – angeboten. „Und viele nehmen dieses Angebot auch wahr“, freut sich Gabriele Jülichs.

In diesem Jahr haben Stadtführungen in Gardelegen ohnehin Hochkonjunktur. 33 solcher Rundgänge hat es bisher gegeben – im Vorjahr waren es im selben Zeitraum (Januar bis September) nur 20. Das bedeutet eine Steigerung um 65 Prozent. Im Durchschnitt umfasst eine solche Gruppe 22 Personen. „Wir hatten aber auch schon Stadtführungen nur für ein einziges Ehepaar“, also für gerade mal zwei Personen, berichtet Gabriele Jülichs.

Nebeneffekt und somit die zweite Fliege mit derselben Klappe für die Stadt: Durch die häufige Buchung von Rupert Kaiser werden die übrigen ehrenamtlichen Stadtführer entlastet – von denen es ohnehin nur wenige und mitunter betagte Personen gibt. Unter der Woche herrscht ohne Rupert Kaiser in Gardelegen Stadtführer-Notstand.

Erfreulich ist auch eine weitere Zahl: Die Tourist-Information in Gardelegen, die sich nach jahrelangem Dasein im Salzwedeler Tor wieder direkt am Rathausplatz befindet, wird von immer mehr Menschen besucht. Von Januar bis September waren es laut Gabriele Jülichs genau 2778 Personen – Touristen noch gar nicht mit eingerechnet. Dies sind fast 1000 Menschen mehr als im Vorjahreszeitraum.

Und auch die Zahl der Touristen – also Auswärtige, die beispielsweise nach Unterkünften, Gaststätte oder Sehenswürdigkeiten nachfragen – ist um rund neun Prozent angestiegen.

Von Stefan Schmidt

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