Verkehrswacht zu Besuch in der Kita Zwergenland / Wolfgang Pietsch: „Wir freuen uns über neue Mitstreiter“

Früh übt sich: Gutes Verhalten im Verkehr

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Polizeioberkommissar Henry Rosner (Foto) und Polizeihauptmeister Lutz Richter zeigten den Kindern nicht nur das Polizeiauto, sondern erklärten unter anderem, wie man sich in Notsituationen verhält.

Gardelegen. Trotz des Regenwetters am Mittwoch ließen sich die Kinder der Kita Zwergenland in Gardelegen den Spaß an den verschiedenen Stationen der Verkehrswacht nicht nehmen.

Das richtige Verhalten als Fußgänger oder Radfahrer im Straßenverkehr will früh geübt sein. Deshalb führte das Team um Wolfgang Pietsch, Vereinsvorsitzender der Verkehrswacht aus Salzwedel, mittels verschiedener Stationen Übungen mit den Drei- bis Sechsjährigen durch.

An der Station „Kindergurtschlitten“ demonstrierte Wolfgang Pietsch den Kleinen, was passiert, wenn sie im Auto mitfahren und nicht angeschnallt sind und auch nicht in ihrem Kindersitz sitzen. „Es bringt nichts, Kinder nur zu ermahnen. Am besten ist es, wenn man es ihnen vor Augen führt“, erklärte Pietsch und ließ die Dummy-Puppe zunächst angeschnallt und mit Kindersitz den Schlitten mit Geschwindigkeit hinuntergleiten – und dann ohne. Nach dem zweiten Rundgang schauten die Kinder ganz erschrocken den Dummy an.

Die Kleinen aus der Bienchengruppe lernten, wie sie verkehrsgerecht die Straße überqueren sollen.

An der Station „Verkehrszeichen“ lernten die Zwerge alle wichtigen Schilder für Fußgänger und Radfahrer kennen. Neben den Verkehrszeichen muss auch das Überqueren der Straße geübt werden. Und so wurde auf dem Kita-Hof ein Zebrastreifen-Teppich ausgerollt und das verkehrsgerechte Überqueren der Straße immer und immer wieder geübt, bis es jedes der Kinder am Ende beherrschte.

Auf dem Fahrzeug-Parcours zeigten schließlich die Kleinen den Großen mit Fahr- und Laufrädern ihr Können. „Mit dem Parcours wollen wir sehen, was die Kinder schon können und wie sie sich in dem simulierten Verkehr, in dem auch einige Verkehrszeichen eingebaut sind, verhalten“, so der Vereinsvorsitzende. Und wer im Straßenverkehr mit dem Rad unterwegs ist, braucht natürlich auch einen Helm. Deshalb wurden Versuche mit dem Helm durchgeführt, die zeigen sollten, wie unverzichtbar eine solche Kopfbedeckung im Straßenverkehr ist.

Unverzichtbar im Straßenverkehr sind auch Leuchtelemente an der Kleidung. An der Station „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ brachte Angelika Futschik allen Kindern eine Leuchtweste an und demonstrierte ihnen mittels eines Kamerablitzes, wie gut sichtbar sie dadurch für Autofahrer im Verkehr werden. Zum Schluss bewiesen sich die Kleinen anhand verschiedener Übungen im Bewegungs- und Gleichgewichtsparcours. „Denn ein gutes Gleichgewicht ist Voraussetzung beim Radfahren“,erklärte Pietsch.

Beim Bewegungs- und Gleichgewichtsparcours bewies Letty (6) ihr Können.

Das Bundesprojekt „Kinder im Straßenverkehr“ wurde von der Deutschen Verkehrswacht in Berlin und dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) ins Leben gerufen und finanziell gefördert. Wenn Wolfgang Pietsch und sein Team, das meist aus ehrenamtlichen Helfern besteht, aus Salzwedel in die verschiedenen Kindereinrichtungen kommen, dann erfolgt das kostenfrei. „Wir würden uns über neue Mitstreiter sehr freuen“, sagte Wolfgang Pietsch. Wer sich also für das Thema Verkehrssicherheit interessiert, das 18. Lebensjahr erreicht hat und sich ehrenamtlich engagieren möchte, der kann sich bei Wolfgang Pietsch unter der Telefonnummer (0 39 01) 3 57 91 jederzeit melden. Er gibt gerne Auskunft über die Arbeit. Denn eine Gesellschaft ohne ehrenamtliches Engagement gehe laut Aussage des Vorsitzenden irgendwann unter.

Von Marilena Berlan

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