An 25 der 40 öffentlichen Schulen im Altmarkkreis Salzwedel lernen auch Flüchtlingskinder

273 Flüchtlingskinder in Schulen

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Am 27. April 2015, also vor fast genau einem Jahr, zogen Flüchtlingsfamilien in Mieste ein. Seitdem gehen die Kinder in die örtliche Grund- oder Sekundarschule zum Unterricht.

Mieste. In 62 Prozent aller öffentlichen Schulen des Altmarkkreises Salzwedel nehmen auch Flüchtlings- und Asylbewerberkinder am Unterricht teil. Diese Zahlen legte das Kreis-Sozialamt am Dienstagabend während der Zusammenkunft des Kreis-Bildungsausschusses vor.

Das Gremium tagte in der Kalbenser Sekundarschule – sie ist eine von insgesamt 25 Schulen in der westlichen Altmark, die auch „Schüler/-innen mit Migrationshintergrund“ unterrichtet, wie es offiziell heißt.

Insgesamt lernen solche Kinder an 25 der 40 öffentlichen Schulen im Altmarkkreis Salzwedel. Die meisten davon gehen in Grundschulen. Von den insgesamt 273 Mädchen und Jungen, die in Schulen die deutsche Sprache lernen, aber auch die übrigen Unterrichtsfächer belegen, sind 141 Grundschulkinder. Also etwas mehr als die Hälfte. Die Zahl ist relativ aktuell und bezieht sich auf den Stichtag 31. März.

Zwar gehen die zahlenmäßig meisten Kinder in die Salzwedeler Lessing-Grundschule und auch die Lessing-Gesamtschule, nämlich 78. Aber gemessen an der Gesamtschülerzahl, das betonte Landrat Michael Ziche, stehe der Schulstandort Mieste mit der dortigen Grundschule und der direkt daneben befindlichen Sekundarschule kreisweit an erster Stelle.

Dort werden derzeit 18 (Grundschule) und 21 (Sekundarschule) Kinder aus Flüchtlingsfamilien unterrichtet (siehe Übersichtskasten rechts).

Wobei die Art des Unterrichts in drei Kategorien unterteilt wird. Gibt es 15 oder mehr Migrationskinder, dann kann die Schule eine Sprachklasse bilden. Dies ist aktuell aber nur an vier Standorten (Lessing-Grundschule Salzwedel, Sekundarschule Mieste sowie Lessing-Gemeinschaftsschule und Comenius-Gemeinschaftsschule, beide Salzwedel) der Fall. Dazu gibt es an elf Schulstandorten Sprachgruppen. In die dritte Kategorie fallen alle anderen Schulen mit Migrationskindern: Dort wird ihnen die deutsche Sprache integrativ, also im Klassenverband, beigebracht.

An den drei Gymnasial-Standorten gibt es derzeit keine Flüchtlingskinder.

Von Stefan Schmidt

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