Fast die Hälfte davon stammt aus Syrien und Afghanistan / Insgesamt 951 Ausländer im Stadtgebiet

233 Flüchtlinge wohnen derzeit in Gardelegen

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Mehr als 200 Flüchtlinge, überwiegend Familien, leben derzeit im Gardelegener Stadtgebiet. Die meisten davon kommen aus Syrien und Afghanistan.

Gardelegen. Die Einwohnerzahl im Gardelegener Stadtgebiet ist im vergangenen Jahr leicht angestiegen – obwohl es etwas weniger Geburten gegeben hat als noch 2014 und obwohl nach wie vor mehr Menschen sterben als geboren werden.

Hauptgrund für diesen leichten Anstieg um 26 Menschen – Gardelegen zählte zum 31. Dezember 2015 genau 23443 Einwohner – sind die hier untergebrachten Flüchtlinge. Nach Angaben aus dem Einwohnermeldeamt der Stadt leben derzeit (Stichtag 31. Dezember 2015) genau 233 Flüchtlinge im Stadtgebiet. Sie wohnen entweder in Gardelegen selbst oder in Mieste. Diese Zahl entspricht in etwa der Einwohnerzahl des Ortsteils Wannefeld.

Mit 86 Personen und somit knapp 37 Prozent stellt Syrien die meisten Flüchtlinge. Aus den dortigen umkämpften Kriegsgebieten sind zahlreiche Familien in die westliche Altmark gekommen, einige von ihnen haben in Gardelegen und Mieste eine neue Bleibe gefunden. Weitere Asylbewerber kommen aus Afghanistan, Albanien, Indien, dem Kosovo, Serbien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Russland.

Doch nicht nur die Anzahl der Flüchtlinge ist im vergangene Jahr gestiegen. Im Gardelegener Stadtgebiet wohnen zum Jahreswechsel auch mehr EU-Ausländer – vorrangig aus Polen, beschäftigt bei Boryszew (ehemals AKT) an der Stendaler Chaussee. Aktuell gibt es 427 hier gemeldete Ausländer aus EU-Staaten. Das sind 51 mehr als vor Jahresfrist. 291 Einwohner sind zwar Ausländer, sind aber weder Flüchtlinge noch EU-Bürger. Dies sind vor allem die hier oft schon seit Jahren und Jahrzehnten lebenden und arbeitenden vietnamesischen Staatsbürger.

In Prozentzahlen ausgedrückt: 4,1 Prozent der Einwohner Gardelegens haben keinen deutsche Pass. Der prozentuale Anteil der Flüchtlinge auf die Gardelegener Gesamtbevölkerung beträgt gerade mal 0,99 Prozent.

Von Stefan Schmidt

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