Stadtratsbeschluss zur offiziellen Schließung der leer stehenden Grundschule ist erarbeitet

Estedt: Das Aus nach dem Aus?

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Die Peter-Härtling-Grundschule in Estedt steht seit den Sommerferien leer. Einen Stadtratsbeschluss zum Aus des Standorts hat es aber nie gegeben. Der könnte nun am 7. Dezember folgen. Eine entsprechende Vorlage ist erarbeitet.

Estedt. In der Grundschule Estedt gibt es seit einem halben Jahr, seit Beginn der Sommerferien, keine Schüler mehr. Doch so kurios das klingt: Offiziell geschlossen ist die Peter-Härtling-Grundschule derzeit noch nicht. Das soll nun nachgeholt werden.

Bei der nächsten Sitzung des Gardelegener Stadtrates am Montag, 7. Dezember, soll ein Beschluss gefasst werden, dass der Grundschulstandort Estedt auch offiziell zu den Akten gelegt wird. So sieht es jedenfalls eine Beschlussvorlage der Stadtverwaltung vor.

Rückblende: In mehreren teils turbulenten Sitzungen hatte sich der Gardelegener Stadtrat mit der Zukunft der Estedter Grundschule beschäftigt. Doch weder gab es – trotz zu geringer Schülerzahlen – eine Mehrheit für die Schließung des Standortes. Noch gab es eine Mehrheit für die Änderung von Schuleinzugsbereichen, so dass die Estedter Schule von woanders her hätte aufgefüllt und gerettet werden können. Und so gab es mit Datum vom 29. Mai ein Schreiben des Landeschulamtes aus Magdeburg, dass „die wenigen verbleibenden Schülerinnen und Schüler“ – es wären noch deren 25 gewesen – ab dem neuen Schuljahr in die Otto-Reutter-Grundschule nach Gardelegen gehen müssen. Auch die Lehrer wurden aus Estedt abgezogen und auf andere Schule verteilt – Estedts damalige Grundschulleiterin Grit Schnügger ist seitdem die Leiterin der Goethe-Grundschule in Gardelegen.

In der Endphase des Estedter Grundschulbestands gab es, vor allem während des vergangenen Schuljahres, auch eine „Abstimmung mit den Füßen“: Mehrere Eltern meldeten ihre Kinder statt in Estedt an der evangelischen Grundschule Gardelegen an.

Von Stefan Schmidt

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