In der Gardelegener Stadtverwaltung ist noch bis Freitagmittag die Briefwahl möglich

Die ersten 791 haben gewählt

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Stadtverwaltungs-Mitarbeiterin Antonia Ahrends betreut das Briefwahl-Büro im Haus II. Dort haben bisher fast 800 Menschen ihre Stimme abgegeben.

Gardelegen. „Heute ist hier richtig was los“, sagt Antonia Ahrends. Die Auszubildende in der Gardelegener Stadtverwaltung sitzt im Erdgeschoss des Hauses II, des Haupt-Verwaltungsgebäudes in Gardelegen.

Dort, an der Rudolf-Breitscheid-Straße 3, befindet sich das Briefwahl-Lokal. Dort kann bereits jetzt gewählt werden – obwohl die eigentliche Landtagswahl erst am nächsten Sonntag, 13. März, stattfinden wird. An diesem Tag sind die Wahllokale zwischen Köckte und Seethen in der Zeit von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Wer aber schon vorher wählen will, der kann dies entweder direkt im Haus II tun oder eine Briefwahl bis spätestens Donnerstag schriftlich beantragen – die entsprechende Adresse ist auf der Wahlbenachrichtigung, die in den vergangenen Wochen jedem Wähler zugestellt worden ist, verzeichnet.

Nach Angaben von Heidi Wiechmann, die in der Gardelegener Stadtverwaltung für die Wahlvorbereitung zuständig ist, hatten bis Freitagmittag bereits 791 Menschen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Briefwahl zu nutzen. „Wir rechnen damit, dass es bis zum Wahlsonntag mehr als 1000 Briefwähler geben wird.“ Was dem Trend der vergangenen Jahre entspricht: Die Briefwahl wird immer beliebter.

„Wir werden in etwa auf die selbe Anzahl von Briefwähler kommen wie bei der vorangegangenen Landtagswahl vor fünf Jahren“, schätzt Heidi Wiechmann ein.

Insgesamt können knapp 19 200 Wählerinnen und Wähler aus dem Gardelegener Stadtgebiet zur Landtagswahl gehen. Bisher hat also jeder 25. Wähler bereits per Briefwahl sein Wahlrecht genutzt. Das kommt für Heidi Wiechmann nicht überraschend: „Wir sind ein Flächen-Wahlkreis, der Weg zum Wahllokal am Wahlsonntag ist für manche recht weit.“ Deshalb würden einige die Gelegenheit zur Briefwahl nutzen, wenn sie in diesen Tagen beispielsweise ohnehin gerade in der Gardelegener Innenstadt sind.

Gewählt werden kann entweder direkt im Haus II oder bequem von Zuhause – indem man sich die Unterlagen zuschicken lässt oder sie sich von Antonia Ahrends im Briefwahllokal aushändigen lässt.

Wer also am Wahlsonntag etwas vorhat, anderweitig verhindert ist oder einfach schon jetzt wählen möchte, der kann dies im Briefwahlbüro an folgenden Tagen tun: Montag, Mittwoch und Donnerstag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Dienstag von 9 bis 12 und 13 bis 17 Uhr sowie letztmalig am Freitag von 9 bis 12 Uhr.

Zur Landtagswahl treten sechs Bewerber für das Direktmandat sowie 15 Parteien an.

Im Gardelegener Stadtgebiet befindet sich das größte Wahllokal in Mieste mit 1567 registrierten Wählern. Die wenigsten Stimmzettel müssen voraussichtlich in Sachau ausgeteilt werden: Dort sind nur 115 Wählerinnen und Wähler registriert.

In mehreren Wahllokalen wird es am Sonntag auch Umfragen von Meinungsforschungsinstituten geben. Sowohl die „Forschungsgruppe Wahlen“ als auch „Infratest Dimap“, die vor allem für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender eine Befragung durchführen, sind vor Ort. Und zwar in folgenden Wahllokalen, in denen sie stichprobenartig Wähler um ihre anonyme und freiwillige Auskunft bitten werden: Gardelegen Goethe-Grundschule, Gardelegen Kita Krümelkiste, Gardelegen Reutter-Hort sowie in den Dörfern Miesterhorst und Wannefeld.

Von Stefan Schmidt

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