Protest gegen Bundeswehr blieb friedlich / „Total super“

„Entspannte“ Tage rund um das Camp

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Letzlingen. Es gab wenig „Aktion“ am Aktionstag. Der Protest gegen die Bundeswehr im Rahmen des „War starts here“-Camps blieb friedlich.

Diese übereinstimmende Einschätzung geben Bundeswehr-Pressesprecher Thomas Poloczek, Kreisdezernent Hans Thiele und Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing ab.

„Sämtliche von uns verfügten Auflagen sind akzeptiert und auch eingehalten worden“, bilanziert Thiele. In den Vorjahren gab es stets diverse Widersprüche mit kurzfristig anberaumten Gerichtsverfahren und spätabendlichen Eilentscheidungen vor dem Kadi. „Allein die Tatsache dass ich mich auf dem Camp-Gelände bei Potzehne im Gegensatz zu den Vorjahren frei bewegen konnte, spricht Bände“, resümiert ein zufriedener Kreisdezernent, der das Wochenende als „entspannt“ ansieht.

Ähnlich bewertet Thomas Poloczek, Pressesprecher der Bundeswehr, das Camp und den Aktionstag. „Es war ein friedlicher Protest.“ Dreimal seien Demonstranten auf den Truppenübungsplatz gelangt, hätten aber nichts zerstört. „Die paar getätigten Schmierereien sind nicht erwähnenswert“, so Poloczek, der am Sonnabend auf dem Marktplatz in Letzlingen persönlich mit Demonstranten ins Gespräch gekommen ist.

Und auch Letzlingens Ortsbürgermeisterin Regina Lessing ist nach dem Wochenende „ganz entspannt.“ Das Ganze sei „relaxt“ abgelaufen, sie sei „sehr zufrieden“ mit dem Ausgang des Protestes.

Zumal die Resonanz bei den Antimilitaristen deutlich geringer war als in den Jahren zuvor. An den Standorten der drei Mahnwachen und beim Friedensweg der „Offenen Heide“ in Letzlingen waren es zusammengenommen maximal 100 Teilnehmer, im Camp zelteten etwa 40 Militärgegner.

Fazit von Hans Thiele: „Alles war total super.“

Von Stefan Schmidt

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