„Entkernt und entrümpelt“

Großes Hospital in Gardelegen soll Sitz des Wasserverbandes werden

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Das Große Hospital in der Gardelegener Innenstadt. In knapp anderthalb Jahren ist dort der Einzug des Gardelegener Wasserverbandes geplant. Bis dahin sind mehr als eine Million Euro in dem denkmalgeschützten Gebäude verbaut.

Gardelegen. Von außen sieht das Gebäude deutlich heller und moderner aus als noch vor ein paar Jahren. Aber die Arbeiten im Großen Hospital am südlichen Ende der Gardelegener Fußgängerzone sind längst nicht abgeschlossen.

„Es fehlt noch der Innenausbau“, sagt Wolfgang Oelze, der Geschäftsführer der Gardelegener Wohnungsbaugesellschaft (Wobau). Die hundertprozentige Tochter der Stadt hat den Gebäudekomplex von der Vereinigten Hospitalsstiftung übernommen und bewerkstelligt derzeit die Sanierung des an der Ernst-Thälmann-Straße grenzenden Flügels des historischen Gebäudes.

Das so genannte „Backhaus“ auf dem Hinterhof des Hospitalsgeländes soll Stellflächen Platz machen und somit abgerissen werden.

Dort soll nach der Fertigstellung der Gardelegener Wasserverband einziehen. Die Verbandsverantwortlichen seien in die Umbaupläne involviert, berichtet Wolfgang Oelze. Per Verbandsbeschluss vom Herbst ist der Umzug bereits abgesegnet. Lediglich der Zeitpunkt steht noch nicht fest. Im Jahr 2016, so hofft der Wobau-Chef, werden die Sanierungsarbeiten beendet sein. „Es ist bereits alles entkernt und entrümpelt.“ 1,1 Millionen Euro gibt die Gardelegener Wobau für diesen Teil der Sanierungsarbeiten aus – komplett ohne Fördergeld. Im Frühjahr 2017, so ist derzeitige Plan, sollen dann die Mitarbeiter des Gardelegener Wasserverbandes aus ihrem jetzigen Domizil an der Alten Letzlinger Landstraße ausziehen und künftig innenstadtnah arbeiten können.

Für das auf dem Hinterhof befindliche Gebäude, auch Backhaus genannt, ist von Seiten der Wobau der Abriss beantragt. Es handelt sich zwar um ein Fachwerkhaus, hat aber so gut wie keinen geschichtsträchtigen Hintergrund. Dort sollen Parkplätze entstehen. Denn Mitarbeiter und Kunden des Wasserverbandes können auf dem Hinterhof (Einfahrt Kreisverwaltung) Stellflächen ansteuern.

Ist dieser Teil der Hospitals-Sanierung beendet, käme der andere Flügel parallel zur Philipp-Müller-Straße an die Reihe. „Das ist aber noch Zukunftsmusik“, sagt dazu Wolfgang Oelze.

Von Stefan Schmidt

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